Wenn das kippt, kracht's

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    Öl fällt, Börsen steigen – aber im Worst Case brechen Aktien um 35 % ein

    Entspannung im Markt trifft auf ein drastisches Stressmodell der HSBC. Ein Einbruch der Aktienmärkte um 35 Prozent sei möglich. Der Markt ignoriert es – noch.

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    Wenn das kippt, kracht's - Öl fällt, Börsen steigen – aber im Worst Case brechen Aktien um 35 % ein

    Die britische Großbank HSBC zeichnet ein drastisches Szenario für die globalen Finanzmärkte – und stellt sich damit gegen die derzeit eher euphorische Marktstimmung. In ihrem internen Stressmodell rechnet die Bank mit einem Einbruch der Aktienmärkte um 35 Prozent sowie einem Anstieg des Ölpreises auf bis zu 145 US-Dollar je Barrel.

    Finanzchefin Pam Kaur machte die Dimension dieser Annahmen deutlich: "Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: In einem solchen Szenario wäre mit einem Rückgang der Aktienmärkte um 35 Prozent zu rechnen – das ist ziemlich gravierend." Zudem warnte sie vor "Marktstörungen sowie eine deutliche Verlangsamung des BIP auf den Märkten weltweit".

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    Das Szenario basiert auf der angespannten Lage im Nahen Osten, insbesondere nach dem jüngsten Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie der weiterhin fragilen Situation in der Region. HSBC unterstellt dabei eine Kombination aus stark steigenden Energiepreisen, wachsender Inflation, zunehmender Arbeitslosigkeit und einem deutlichen globalen Wachstumseinbruch.

    Am Ölmarkt zeigt sich derzeit jedoch ein gegenteiliger Trend: Die Preise stehen spürbar unter Druck, nachdem Hoffnungen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran aufgekommen sind. Damit entfernt sich die aktuelle Entwicklung klar von den von HSBC angenommenen Extremwerten eines massiven Preisschocks.

    Obwohl die Märkte aktuell auf eine Entspannung setzen, hält HSBC an ihrem Stressszenario fest. Genau hier liegt die Bruchstelle: Während Investoren sinkende Energiepreise als Signal für Stabilisierung werten, kalkuliert die Bank weiterhin mit einem Szenario, in dem genau dieser Effekt abrupt kippt und sich in einen massiven Schock verwandelt.

    Damit prallen zwei Sichtweisen direkt aufeinander: ein Markt, der auf Deeskalation setzt, und eine Großbank, die weiterhin mit einem massiven Schockszenario rechnet. Sollte sich die Lage erneut zuspitzen, wäre die aktuelle Gelassenheit der Anleger kaum haltbar – mit entsprechend abrupten Folgen für Kurse und Konjunkturerwartungen.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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