Jetzt wird's absurd
GameStop-Chef Ryan Cohen lästert über eBay – dann wird sein Konto gesperrt
Milliardenübernahme, öffentliche Provokationen und ein gesperrter Account: Die bizarre eBay-Offensive von Ryan Cohen eskaliert weiter.
- Ryan Cohen meldet dauerhaft gesperrtes eBay-Konto
- Öffentliche Provokationen wegen geplanter eBay-Übernahme
- Kritik an Personalkosten und 2,4 Milliarden Marketing
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Die bizarre Übernahmesaga rund um GameStop und eBay nimmt eine neue Wendung: GameStop-CEO Ryan Cohen hat nach eigenen Angaben dauerhaft Zugriff auf sein persönliches eBay-Konto verloren. Auf X veröffentlichte Cohen einen Screenshot, laut dem sein Konto gesperrt wurde, weil seine Aktivitäten angeblich ein Risiko für die eBay-Community dargestellt hätten.
Die Sperre erfolgte kurz nachdem Cohen öffentlich erklärt hatte, über eBay Gegenstände verkaufen zu wollen, "um eBay zu bezahlen". Hintergrund ist sein Vorstoß, die Online-Handelsplattform übernehmen zu wollen. Cohen hatte zuletzt erklärt, GameStop könne zur Finanzierung einer möglichen Transaktion sogar neue Aktien ausgeben. Medienberichten zufolge will der eBay-Vorstand das Angebot noch in dieser Woche prüfen.
Der GameStop-Chef macht seit Tagen Stimmung gegen das Management von eBay und bezeichnete das Unternehmen als überbesetzt und ineffizient. "Es gibt 11.500 Mitarbeiter. Das ergibt keinen Sinn. Ich könnte dieses Unternehmen von zu Hause aus leiten. Es ist eBay, es sieht genauso aus wie 1995. Es braucht keine 11.500 Mitarbeiter", sagte Cohen in einem Podcast.
Zudem kritisierte er die Ausgabenpolitik des Konzerns. eBay habe im vergangenen Jahr rund 2,4 Milliarden US-Dollar für Marketing ausgegeben und trotzdem lediglich etwa eine Million neue Nutzer gewonnen. Gleichzeitig versucht Cohen, Anleger von möglichen Synergien zu überzeugen. So könnten die rund 1.600 US-Filialen von GameStop künftig als physische Prüfstellen für eBay-Produkte dienen.
An den Märkten sorgt die ungewöhnliche Übernahmeidee weiterhin für Aufmerksamkeit – auch weil viele Investoren bezweifeln, dass GameStop einen Deal im Volumen von rund 56 Milliarden US-Dollar überhaupt stemmen könnte. Der langjährige eBay-Investor Bill Smead erklärte zuletzt, er sehe kaum Gründe, warum eBay einem Verkauf zustimmen sollte.
Trotz der Zweifel treibt Cohen seine Kampagne weiter offensiv voran – inzwischen sogar mit öffentlichem Schlagabtausch und gesperrtem Verkäuferkonto. Genau das macht die Geschichte für Anleger und Meme-Stock-Fans so außergewöhnlich.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

