Enttäuscht fast nie
Jetzt 5,1 % Dividendenrendite sichern? Dieser Monatszahler hat erneut geliefert!
Der US-Immobilieninvestitionsfonds Realty Income gilt unter den Monatszahlern als der Goldstandard. Die am Mittwoch vorgelegten Quartalszahlen zeigen warum.
- Realty Income steigert Umsatz und FFO trotz weniger
- CAPEX gesteigert auf 9,5 Mrd, stärkeres Europa
- Monatliche Dividende erhöht, Rendite rund 5,1 Prozent
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Jetzt umzuschichten und auf Realty Income zu setzen, könnte sich lohnen!
Angetrieben von starken Quartalszahlen hat der Aktienmarkt die durch den Iran-Krieg hervorgerufene Krise bereits wieder überwunden. Besonders hoch im Kurs der Anlegerinnen und Anleger standen in den vergangenen Wochen Technologie- und Halbleiterwerte. Angesichts der aufsehenerregenden Kursexplosionen von Einzelwerten wie AMD, Intel und Micron darf von Euphorie gesprochen werden.
Genau die sollte Investoren jetzt zur Vorsicht mahnen, denn die Unternehmensbewertungen sind ebenso wie die technischen Trends der Aktien sehr weit fortgeschritten. Die Gefahr einer scharfen Korrektur wächst täglich. Wer jetzt einen Teil seiner Kursgewinne in zuverlässige Cashflows investieren möchte, kommt um Dividendenaktien nicht herum. Als Monatszahler mit nachgewiesener Erfolgsstory genießt der US-Immobilieninvestitionsfonds (REIT) Realty Income, der sich selbst als "The Monthly Dividend Company" bezeichnet, besonders große Beliebtheit und ein hohes Vertrauen.
Erwartungen übertroffen: Weniger Immobilien, mehr Einnahmen
Am Mittwochabend hat sich der Konzern mit seinen Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal zu Wort gemeldet. Die unterstreichen einmal mehr die hohe Qualität des auf die Vermietung von Einzelhandelsimmobilien und Geschäfte des täglichen Bedarfs spezialisierten Unternehmens.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnten die Erlöse um 12,3 Prozent auf 1,55 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Damit wurden die Erwartungen um 160 Millionen US-Dollar übertroffen. Bei den für Immobilienunternehmen wichtigeren Funds from Operations (FFO) konnte sich Realty Income von 937,7 Millionen US-Dollar auf 993,6 Millionen US-Dollar und damit um knapp 6,0 Prozent steigern.
Diese Leistungssteigerung ist umso bemerkenswerter, als dass die Zahl der vermieteten Objekte das zweite Quartal in Folge rückläufig war. Diese sank um rund 60 Einheiten auf insgesamt 15.571. Das zeigt ebenso wie die übertroffenen Umsatzerwartungen, dass sich die Konzentration auf höherwertige Immobilien mit stärkeren Kapitalquoten auszahlt. Die Belegungsquote kletterte um 0,4 Prozentpunkte auf 98,9 Prozent und damit den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren.
FFO-Prognose trotz verhaltenem Jahresauftakt angehoben
Der auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallende Nettogewinn betrug 311,8 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,33 US-Dollar pro Aktie. Die bereinigten FFO (AFFO) landeten bei 1,13 US-Dollar je Aktie, ohne Bereinigungen standen FFO von 1,06 US-Dollar je Anteil zu Buche. Hier konnte sich Realty Income gegenüber dem Vorjahresquartal nur um einen Cent verbessern.
Mit Blick auf das Gesamtjahr hat der Konzern seinen Ausblick angehoben. Zwar wird ein geringfügig niedrigerer Nettoertrag als bislang gedacht erwartet, dafür wurde die AFFO-Prognose von 4,38 bis 4,42 US-Dollar auf 4,41 bis 4,44 US-Dollar je Anteil angehoben – nicht zuletzt auch, weil Realty Income deutlich mehr investieren will.
Mehr Geld für Investitionen in Europa geplant
Die CAPEX-Guidance wurde um 1,5 Milliarden US-Dollar auf 9,5 Milliarden US-Dollar gesteigert. Wie in den Quartalen zuvor, soll dabei vor allem verstärkt in Europa investiert werden, wo die gegenüber den USA niedrigeren Zinsen höhere Kapitalrenditen versprechen.
Zur Dividende äußerte sich Realty Income nicht. Diese wurde erst mit der Auszahlung im März auf 0,2705 US-Dollar pro Monat angehoben. Die nächste Erhöhung dürfte turnusgemäß mit der im Juni fälligen Auszahlung anstehen. Gegenwärtig beträgt die Ausschüttungsrendite rund 5,1 Prozent.
Aktie nach den Zahlen nur wenig bewegt, Kampf um die 50-Tage-Linie
Außerhalb der regulären Handelszeiten ist bei der Realty-Income-Aktie selten etwas los. Das war am Mittwochabend sowie am Donnerstagvormittag angesichts einer Veränderung um -0,1 Prozent nicht anders. Zur Handelseröffnung startete das Papier zu rund 64 US-Dollar auf Vortagesniveau.
Charttechnisch ist die Aktie grundsätzlich in einer guten Verfassung. Hier läuft seit Herbst 2023 ein kontinuierlicher Aufwärtstrend, der allerdings noch nicht wieder zum Erreichen der Allzeithochs während der Nullzinsjahre bei rund 75 US-Dollar geführt hat. Zuletzt stand die Aktie angesichts der stark gestiegenen Anleiherenditen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg unter Druck. Im Moment kämpfen die Käuferinnen und Käufer um den Verbleib der Aktie oberhalb der 50-Tage-Linie.
Fazit: Ein zuverlässiger Dividendenzahler für alle Fälle
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist Realty Income für 2026 auf Basis der managementeigenen Ziele mit einem Kurs-FFO-Verhältnis von 14,4 bis 14,5 bewertet, das liegt um rund 10 Prozent unter dem Branchendurchschnitt und ist kein günstiger, aber moderater Wert. Die Ausschüttungsquote liegt für eine Dividende von 5,1 Prozent bei 74 Prozent. Das ist fortgeschritten, aber vertretbar, zumal Realty Income seine Mieteinkünfte ja zuverlässig steigert.
Wer daher auf der Suche nach einem zuverlässigen Dividendenzahler als defensive Depotbeimischung ist, kann hier jederzeit zugreifen. Die Cashflows können dann für Reinvestitionen genutzt werden, wenn es am Markt wie zuletzt mal wieder gekracht haben sollte.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die Realty Income Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,18 % und einem Kurs von 54,40USD auf Tradegate (07. Mai 2026, 14:26 Uhr) gehandelt.

