Starke Zahlen
Öl-Schock entfacht Windkraft-Boom: Diese Aktien profitieren jetzt!
Der Krieg gegen den Iran treibt die Ölpreise in die Höhe und schürt Ängste um die Versorgungssicherheit. Plötzlich rücken Windkraft-Aktien mit überraschend guten Zahlen wieder in den Fokus.
Die Ölkrise wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Windkraft. Während die Eskalation im Nahen Osten die Preise für fossile Energien in die Höhe treibt, entdecken Staaten und Investoren ein altes Versprechen neu: Je mehr Strom aus Wind erzeugt wird, desto unabhängiger wird man von Öl, Gas und geopolitischen Schocks.
Genau davon profitieren jetzt die großen Namen der Branche. So meldete Vestas für das erste Quartal einen überraschend starken Gewinnanstieg und das beste Auftaktquartal seit 2018. Der dänische Turbinenbauer führt dies auf eine verbesserte Ausführung sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Geschäft zurück, obwohl politische Unsicherheiten weiter zunehmen.
Der Trend setzt sich bei Orsted fort: Der dänische Energieversorger übertraf ebenfalls die Erwartungen und stärkt seine Position als europäischer Windkraft-Gigant. Auch der Ölkonzern Equinor, der vor allem für seine Öl- und Gasaktivitäten bekannt ist, verzeichnete einen starken Gewinnanstieg – obwohl das Unternehmen zunehmend auf Offshore-Windenergie setzt.
„Wir sehen einen klaren Momentum-Schub in Europa. Es geht nicht mehr nur um die Reduzierung von CO₂, sondern um Energiesicherheit und Unabhängigkeit“, erklärte Torgrim Reitan, CFO von Equinor, gegenüber CNBC. Diese Entwicklungen zeigen eine bemerkenswerte Wendung. Die Energiekrise könnte den Sektor der erneuerbaren Energien in einer Weise befeuern, die selbst Experten überrascht.
Der führende Anbieter von Offshore-Windenergie, Orsted, betont die Notwendigkeit, die europäische Energiewende schneller voranzutreiben. „Europa gibt jede Woche Milliarden für fossile Brennstoffe aus – das muss nicht mehr sein“, sagt Orsted-CEO Rasmus Errboe. Mit Offshore-Wind können die Kosten für den Energiemarkt erheblich gesenkt und Europa unabhängiger von Öl und Gas gemacht werden.
Vestas ist überzeugt, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. „Wir sind jetzt in einer viel besseren Position als noch vor wenigen Monaten“, erklärte CEO Henrik Andersen bei der Veröffentlichung der Zahlen. Das Unternehmen plant, weiterhin in Windkraft zu investieren, um die steigende Nachfrage nach grüner Energie zu decken.
Das überraschende Comeback von Windkraft-Aktien wird durch die aktuelle geopolitische Lage zusätzlich befeuert. Analysten erwarten, dass der Krieg im Iran und die gestiegenen Ölpreise den Investitionsdruck auf fossile Energieträger erhöhen und grüne Technologien noch stärker ins Rampenlicht rücken werden. Besonders Aktien wie die von Vestas und Orsted dürften von dieser Entwicklung profitieren – und Anleger könnten von einem Windkraft-Boom profitieren, der durch die Ölkrise noch einmal an Fahrt gewinnt.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

