Börse, Baby!
Der geheime Japan-Trade: Milliarden-Deal hinter der Tech-Rallye
Die Zinsen in Japan sind niedrig. Der Yen-Carry-Trade ist einer der wichtigsten, aber oft übersehenen Mechanismen an den globalen Finanzmärkten.
- Yen-Carry-Trade schöpft Gewinn aus Zinsdifferenz
- BoJ erhöht Leitzins auf 0,75 Prozent und ändert Umfeld
- Privatanleger beobachten Japan wegen Marktchancen
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Solange die Zinsen in Japan niedrig waren, galt das Prinzip: Man tauscht die eigene Währung, vornehmlich den US-Dollar, in japanische Yen. Da der Leitzins beinahe traditionell sich bei Null oder sogar im Minusbreich befunden hatte, war die Differenz zur eigenen Währung zugleich der Gewinn.
Dieser Tausch nennt man den Yen-Carry-Trade. Große Marktbeweger haben Jahrzehnte dieses Handelsmuster angewandt, um schnell an billiges Geld zu kommen. Das Geld wurde dann zum Investieren genutzt, beispielsweise als Investment in die US-amerikanische Tech-Rallye.
Nun sieht das Bild aber das erste Mal seit Jahrzehnten völlig anders aus: Die Bank of Japan (BoJ) hat den Leitzins auf 0,75 Prozent angehoben.
In unserem Podcast sind wir dem Yen-Carry-Trade auf der Spur.
Aber: Funktioniert dieses Handelsmuster noch, wenn die Bank of Japan in dieser krisenhaften Zeit den Yen nicht mehr künstlich abwertet?
Krischan Orth und Nicolas Ebert gehen diesem Phänomen auf die Spur und erklären, warum auch Privatanleger auf Japan schauen sollten.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

