Prognosen verfehlt
Coinbase enttäuscht mit schwachen Zahlen – Aktie verliert 5%
Coinbase hat Quartalszahlen veröffentlicht, die die Erwartungen deutlich verfehlt und damit einen nachbörslichen Kursrutsch der Aktie ausgelöst haben.
- Coinbase verfehlt Umsatz- und Gewinnerwartungen klar
- Schwaches Trading und sinkende Handelsvolumina belasten
- Diversifikation durch Derivate und Stablecoins wächst
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Die Kryptobörse Coinbase hat schwachen Quartalszahlen vorgelegt und dadurch fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als fünf Prozent auf zuletzt 184 US-Dollar. Das Unternehmen hat sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Wall Street verfehlte.
Coinbase rutscht in die roten Zahlen
Für das erste Quartal meldete Coinbase einen Verlust von 1,49 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten laut Konsensschätzungen hingegen mit einem Gewinn von 0,27 US-Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen hinter den Erwartungen zurück: Die Erlöse beliefen sich auf 1,41 Milliarden US-Dollar, während Analysten mit 1,52 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.
Vor allem dasTradinggeschäft entwickelte sich schwächer als erwartet. Die Transaktionserlöse lagen bei 755,8 Millionen US-Dollar und damit deutlich unter den prognostizierten 805,2 Millionen US-Dollar. Auch die Erlöse aus Abonnements und Dienstleistungen erreichten mit 583,5 Millionen US-Dollar nicht die erwarteten 619,3 Millionen US-Dollar.
Krypto-Abverkauf belastet Handelsvolumen
Die schwachen Zahlen kommen nicht überraschend. Bereits zu Jahresbeginn hatten viele Investoren mit einem deutlichen Rückgang der Handelsaktivität gerechnet, nachdem Bitcoin und andere Kryptowährungen massiv unter Druck geraten waren.
Bitcoin verlor im ersten Quartal zeitweise rund 22 Prozent an Wert, obwohl sich die Kryptowährung im März um etwa 12 Prozent erholte. Sinkende Kurse und geringere Volatilität führen traditionell zu niedrigeren Spot-Handelsvolumina an Kryptobörsen und damit zu geringeren Einnahmen für Plattformen wie Coinbase.
Hinzu kommt, dass Coinbase seine Krypto-Bestände quartalsweise zum aktuellen Marktpreis bewerten muss. Dadurch schwanken die ausgewiesenen Gewinne und Verluste teils erheblich, selbst wenn keine Vermögenswerte verkauft werden.
Coinbase setzt verstärkt auf neue Geschäftsfelder
Um unabhängiger vom klassischen Kryptohandel zu werden, investiert Coinbase seit Jahren massiv in neue Geschäftsfelder. Dazu zählen Stablecoins, Staking-Dienste, Derivatehandel sowie Blockchain-Infrastruktur.
Zunehmend setzt Coinbase zudem auf Prognosemärkte. Nach Angaben des Unternehmens erzielte dieser Geschäftsbereich bereits innerhalb der ersten beiden vollen Monate nach dem US-Start annualisierte Umsätze von über 100 Millionen US-Dollar.
Das Handelsvolumen mit Derivaten legte auf Sicht der vergangenen zwölf Monate um 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Gleichzeitig überschritten die Erlöse aus dem Retail-Derivategeschäft erstmals eine annualisierte Marke von 200 Millionen US-Dollar.
Auch das Stablecoin-Geschäft entwickelte sich robust. Die Einnahmen aus Stablecoins stiegen auf 305 Millionen US-Dollar nach 274 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Coinbase profitierte dabei vom Wachstum des USDC-Stablecoins sowie von Rekordbeständen von USDC-Guthaben auf der eigenen Plattform.
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Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Coinbase Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,53 % und einem Kurs von 193,0USD auf Nasdaq (08. Mai 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.

