Firma schlägt Erwartungen

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    Evonik unter Druck – warum Anleger trotzdem aufhorchen

    Umsatz und Gewinn fallen, doch Evonik schlägt die Erwartungen. Warum Anleger nun genauer hinschauen sollten.

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    Firma schlägt Erwartungen - Evonik unter Druck – warum Anleger trotzdem aufhorchen

    Evonik verzeichnete im ersten Quartal sowohl Umsatz- als auch Gewinnrückgänge. Diese fielen jedoch weniger stark aus als von Analysten befürchtet, und der operative Gewinn übertraf die Markterwartungen. Vorstandsvorsitzender Christian Kullmann bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Evonik erzielte im ersten Quartal ein bereinigtes EBITDA von 475 Millionen Euro (Vorjahr: 560 Millionen Euro) und übertraf damit die eigenen Erwartungen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

    Evonik Industries

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    Der Umsatz sank um neun Prozent auf 3,43 Milliarden Euro, was unter anderem auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen war. Das Absatzvolumen ging hingegen nur um zwei Prozent zurück. Laut einer Umfrage von Vara Research hatten Analysten im Durchschnitt mit einem bereinigten EBITDA von 448 Millionen Euro und einem Umsatz von rund 3,48 Milliarden Euro gerechnet. Evonik-Chef Kullmann erklärte: "Wirtschaftswachstum basiert auf dem freien Warenverkehr. Dieser wurde bereits durch Protektionismus stark eingeschränkt. Nun blockiert ein Krieg im Nahen Osten ganze Seewege."

    Für das zweite Quartal erwartet Evonik nun ein bereinigtes EBITDA von mindestens 550 Millionen Euro (Vorjahr: 509 Millionen Euro). Diese Prognose wird durch besser als erwartete Preise für Methionin, einen Futtermittelzusatzstoff, gestützt.   

    Die Chemieindustrie steckt weiterhin in der Krise. Der Branchenverband VCI prognostiziert für 2024 eine stagnierende Produktion. Evonik hat auf den Abschwung mit einem Restrukturierungsprogramm und strikten Kostensenkungsmaßnahmen reagiert. Im Rahmen von Sparmaßnahmen sollen in diesem Jahr konzernweit rund 1.000 Stellen abgebaut werden. Ende März beschäftigte Evonik noch etwa 30.600 Mitarbeiter, im Vergleich zu über 31.000 im Vorjahr.

    Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

     

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    Verfasst vonRedakteurPaul Späthling
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