Massives Verkaufssignal

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    Rheinmetall mit neuem Tief: JP Morgan schießt die Aktie ab!

    Die Aktie des Verteidigungskonzerns fällt vor dem Wochenende auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Der Grund ist ein negativer Analystenkommentar.

    Für Sie zusammengefasst
    Massives Verkaufssignal - Rheinmetall mit neuem Tief: JP Morgan schießt die Aktie ab!

    Downgrade! Rheinmetall verliert wichtigen Unterstützer

    Die Rheinmetall-Aktie ist am Freitagmorgen nach Verlusten von fast 6 Prozent unter 1.300 Euro und damit nicht nur unter eine wichtige Unterstützung, sondern auch auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen. Damit liegt ein starkes technisches Verkaufssignal vor, dass in den kommenden Tagen und Wochen für weitere Verluste sorgen könnte.

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    Anlass für den hohen Verkaufsdruck ist ein kritischer Analystenkommentar. Ausgerechnet die US-Großbank JP Morgan, welche mit einem Kursziel von 2.130 Euro lange zu den größten und optimistischsten Fans der Aktie gehörte, stufte das Papier von "Übergewichten" auf "Neutral" herunter. Das Kursziel fällt mit 1.500 Euro jetzt deutlich bescheiden aus und suggeriert kaum noch Potenzial.

    JP Morgan streicht seine Kaufempfehlung

    Analyst David Perry, der laut des Vergleichsportals für Wall-Street-Expertinnen und -Experten TipRanks als außerordentlich zuverlässiger Analyst gilt, was dem kritischen Urteil noch mehr Wucht verleiht, verweist auf die Herausforderungen des Konzerns, seinen eigenen Ambitionen und Wachstumserwartungen gerecht zu werden. Vor allem im letzten halben Jahr habe man die Markterwartungen immer wieder verfehlt.

    Perry betonte, er bleibe bezüglich der deutschen Verteidigungsausgaben zuversichtlich und sehe Rheinmetall deshalb vor fünf weiteren Wachstumsjahren. Die dürften allerdings weniger dynamisch verlaufen als bislang angenommen, weswegen er seine eigenen Wachstumserwartungen auf eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 5 Prozent korrigiert hat.

    Bernstein weiter optimistisch, aber ebenfalls mit Zweifeln

    Auch das Research-Haus Bernstein äußerte sich am Freitagmorgen zur Rheinmetall-Aktie. Im Unterschied zu seinem Kollegen beließ Analyst Adrien Rabier seine Bewertung mit "Outperform" und bekräftigte sein Kursziel von 2.050 Euro. Gleichzeitig betonte er, die Düsseldorfer müssten ihren Auftragsbestand (von 73 Milliarden Euro) schneller in Wachstum überführen, um für neues Vertrauen unter Investoren zu sorgen.

    Außerdem stünde das Unternehmen in der Pflicht, auch mit herkömmlichen Rüstungsgütern neue Großaufträge zu gewinnen, um nicht dauerhaft Disruptionssorgen (durch veränderte Kriegsführung und neue Verteidigungstechnologien) ausgesetzt zu sein. Gleichzeitig mahne Rabier, der laut TipRanks als nicht sehr zuverlässiger Analyst gilt, Anlegerinnen und Anleger zu Geduld: Eine Trendwende dürfte noch einige Zeit auf sich warten lassen.

    Rheinmetall

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    Verkaufssignal dürfte zu weiteren Verlusten führen

    Vor allem das Downgrade von JP Morgan verfehlt seine Wirkung nicht, die Aktie bricht in einem ohnehin von Unsicherheit geprägten Gesamtmarktumfeld, nachdem es in der Nacht auf Freitag zu neuen Luftangriffen auf den Iran gekommen ist, um fast 6 Prozent ein.

    Damit ist der jüngste Erholungsversuch abgebrochen und die Aktie fällt mit unter 1.300 Euro auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Damit liegt ein weiteres Verkaufssignal vor. Die nächsten Unterstützungszonen liegen bei rund 1.200 Euro sowie bei 1.000 Euro.

    Auch die Anteile anderer deutscher Verteidigungsunternehmen leiden unter der Rheinmetall-Herabstufung. Renk verliert über 3 Prozent an Wert, etwas weniger unter Druck gerät aufgrund seiner Expertise im Bereich Luftverteidigung Hensoldt mit -1,3 Prozent.

    Fazit: Unverändert hohes Abwärtspotenzial

    Die Rheinmetall-Aktie verliert am Freitag mit der US-Großbank JP Morgan einen wichtigen Fürsprecher. Das Downgrade ist folgerichtig, nachdem Rheinmetall zum wiederholten Mal hinter seinen eigenen Wachstumszielen und auch dem allgemeinen Branchentrend zurückgeblieben ist.

    Das wiederum stellt die überdurchschnittlich hohe Unternehmensbewertung in Frage. Mit einem KGVe 2026 von knapp 39 ist Rheinmetall deutlich teurer als viele ähnlich oder sogar stärker wachsende Verteidigungsunternehmen. Einen nachvollziehbaren Grund für diese Prämie gibt es jedoch nicht. Anlegerinnen und Anleger sollten sich eingestehen, dass die fetten Jahre der Aktie erst einmal vorüber und andere Werte attraktiver sind.

    Für 2026 erwarten Analystinnen und Analysten einen Gewinn von 34,47 Euro je Aktie. Wird hier ein US-amerikanischen Verteidigungsunternehmen ähnliches KGV zwischen 20 (General Dynamics) und 25 (RTX) angelegt, liegt der faire Wert für Rheinmetall zwischen 689,45 und 861,75 Euro.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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