Carsten Stork
South32 bleibt enttäuschend – Aktie kommt trotz Aluminium-Rückenwind kaum voran
South32 konnte in der vergangenen Woche zwar leicht zulegen, die Bewegung bleibt aber insgesamt enttäuschend. Die Aktie schloss bei 4,16 australischen Dollar und lag damit auf Wochenbasis +0,73 % im Plus. Auf den ersten Blick ist das positiv, im …
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South32 konnte in der vergangenen Woche zwar leicht zulegen, die Bewegung bleibt aber insgesamt enttäuschend. Die Aktie schloss bei 4,16 australischen Dollar und lag damit auf Wochenbasis +0,73 %
im Plus.
Auf den ersten Blick ist das positiv, im Kontext der vergangenen Wochen reicht diese Bewegung jedoch nicht aus. Die Aktie notierte bereits deutlich höher und schafft es aktuell nicht, den
vorhandenen Rückenwind im Aluminiumsektor überzeugend umzusetzen.
Besonders enttäuschend ist das deshalb, weil das Umfeld für Aluminium grundsätzlich unterstützend bleibt. Die Angriffe auf Aluminiumwerke in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten
dem Sektor eigentlich zusätzliche Aufmerksamkeit geben können.
Dennoch bleibt South32 vergleichsweise schwerfällig. Das zeigt, dass aktienspezifische Faktoren momentan stärker wirken als der reine Rohstoffimpuls.
Im Fokus steht weiterhin das Hermosa-Projekt. Citi bezeichnete den höher als erwarteten Kapitalbedarf als zentralen Belastungsfaktor des jüngsten Projektupdates. Genau darum geht es beim
sogenannten Capex Overrun: Die geplanten Investitionskosten für ein Projekt fallen höher aus als ursprünglich erwartet. Für Aktionäre ist das wichtig, weil höhere Vorabinvestitionen den freien
Cashflow belasten, die Projektrendite senken und die Zeit verlängern können, bis sich ein Projekt wirtschaftlich rechnet.
Zwar bleibt Citi grundsätzlich positiv, bestätigt das Kursziel von 5,40 australischen Dollar und verweist auf langfristige Wachstumsperspektiven sowie kurzfristige Aluminium-Tailwinds. Trotzdem
liegt der Capex Overrun aktuell sichtbar auf dem Momentum der Aktie.
Fazit:
South32 bleibt kurzfristig enttäuschend. +0,73 % auf Wochenbasis sind zwar positiv, aber angesichts des Aluminium-Rückenwinds und der vorher höheren Kurse zu wenig. Der Capex Overrun beim
Hermosa-Projekt erklärt, warum der Markt vorsichtig bleibt: Höhere Investitionskosten können Cashflow, Rendite und Zeitplan belasten. Die Aktie bleibt interessant, muss jetzt aber wieder mehr
relative Stärke zeigen.
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