Krieg noch nicht vorbei
Trump lehnt Irans Friedensangebot ab – Ölpreise steigen
Trumps Absage an Irans Friedensangebot schürt die Angst vor einer verschärften Energiekrise und treibt die Ölpreise erneut nach oben.
- Trumps Absage treibt Ölpreise deutlich nach oben
- Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert
- Märkte blicken auf Trumps China-Besuch und Folgen
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Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten hat an den Rohstoffmärkten nur wenige Tage gehalten. Nachdem US-Präsident Donald Trump das jüngste Friedensangebot Irans zurückgewiesen hat, schossen die Ölpreise am Montag erneut nach oben.
Brent verteuerte sich zeitweise um bis zu 4,5 Prozent auf 105,80 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI näherte sich erneut den 100 US-Dollar pro Barrel. Damit sind die Verluste der Vorwoche nahezu vollständig wettgemacht.
Trump nennt Irans Vorschlag "völlig inakzeptabel"
Auslöser der jüngsten Marktbewegung war eine scharfe Reaktion Trumps auf ein iranisches Antwortschreiben zu einem US-Friedensvorschlag. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete der US-Präsident die iranische Position als "völlig inakzeptabel", ohne nähere Details zu nennen.
Zuvor hatte Teheran laut Berichten angeboten, Teile seines hochangereicherten Uranbestands an ein Drittland zu übergeben. Gleichzeitig lehnte die iranische Führung jedoch Forderungen nach einem Abbau ihrer Nuklearanlagen kategorisch ab. Iranische Staatsmedien widersprachen später einzelnen Berichten über konkrete Zugeständnisse.
Die Vereinigten Staaten hatten ursprünglich vorgeschlagen, zunächst eine Waffenruhe zu stabilisieren und anschließend über das iranische Atomprogramm sowie Sicherheitsfragen im Persischen Golf zu verhandeln.
Straße von Hormus bleibt blockiert
Im Mittelpunkt der Krise steht weiterhin die Straße von Hormus. Seit Beginn der militärischen Eskalation vor mittlerweile 10 Wochen ist die Passage weitgehend lahmgelegt.
Die Internationale Energieagentur spricht inzwischen vom "größten Versorgungsschock der Geschichte". Nach Schätzungen der Branche fehlen dem Weltmarkt in den vergangenen zwei Monaten rund eine Milliarde Barrel Öl.
Drohnenangriffe verschärfen Nervosität an den Märkten
Die Sicherheitslage in der Golfregion bleibt angespannt. Erst am Sonntag wurde ein Frachtschiff vor der Küste Katars durch einen Drohnenangriff kurzzeitig in Brand gesetzt. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait meldeten zudem das Abfangen feindlicher Drohnen im eigenen Luftraum.
Trotz einer im April verkündeten Waffenruhe kommt es weiterhin zu Gefechten zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Südlibanon.
Blick richtet sich auf Trumps China-Reise
Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf Trumps bevorstehenden Besuch in China. Der US-Präsident wird am Mittwoch in Peking erwartet und will dort unter anderem mit Xi Jinping über den Iran-Konflikt sprechen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

