Asiens Börsen
Kospi auf Allzeithoch – Anleger schauen auf China-Daten und Trump
Neue Inflationsdaten aus China und Trumps Ablehnung eines iranischen Friedensangebots bewegen Asiens Börsen.
- Kospi erreicht Rekordhoch getrieben von Halbleitern
- China mit Rekordexporten und steigender Inflation
- Trumps Ablehnung schürt Risiken im Nahen Osten
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Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag ein gemischtes Bild gezeigt. Während Südkoreas Leitindex Kospi auf ein neues Rekordhoch sprang, bewegten sich andere Börsen der Region nur verhalten. Anleger konzentrierten sich vor allem auf starke Konjunktur- und Handelsdaten aus China sowie auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Der Kospi legte nach Handelsbeginn um 4,70 Prozent zu und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Angeführt wurde die Rallye von Technologie- und Halbleiterwerten. Schwergewicht SK Hynix schoss um 10,74 Prozent nach oben und profitierte von der starken Entwicklung US-amerikanischer Chipaktien zum Wochenschluss.
Der technologielastige Nebenwerteindex Kosdaq zeigte sich dagegen schwächer und verlor 0,30 Prozent.
Japanische Märkte schwanken
In Japan verlief der Handel volatil. Der Nikkei 225 notierte leicht im Minus, während der breiter gefasste Topix um 0,19 Prozent zulegte.
Belastet wurde der Markt unter anderem von deutlichen Kursverlusten bei Nintendo. Die Aktie des Spieleherstellers fiel um 5,54 Prozent, nachdem das Unternehmen höhere Preise für die Switch-2-Konsole angekündigt hatte und gleichzeitig rückläufige Konsolenverkäufe erwartet.
China überzeugt mit starken Exporten und robuster Nachfrage
An den chinesischen Märkten überwog Optimismus. Der CSI 300 stieg um 0,58 Prozent, während der Hang Seng in Hongkong um 0,48 Prozent nachgab. Der Shanghai Composite gewann 0,4 Prozent auf 4.197 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2025.
Neue Wirtschaftsdaten aus China sorgten dabei für Aufmerksamkeit. Die Verbraucher- und Produzentenpreise stiegen im April stärker als erwartet. Gleichzeitig überraschte Chinas Außenhandel positiv.
Die Exporte erreichten im April mit 359,44 Milliarden US-Dollar ein Rekordhoch und lagen damit 14,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach dem schwachen Wachstum im März deutet dies auf eine deutliche Belebung der Auslandsnachfrage hin.
Für die ersten vier Monate des Jahres summierten sich die Exporte auf 1,34 Billionen US-Dollar – ein Plus von 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings gingen die Ausfuhren in die USA im gleichen Zeitraum um 10,2 Prozent zurück. Die Importe stiegen im April zugleich kräftig um 25,3 Prozent auf 274,62 Milliarden US-Dollar.
Der chinesische Handelsüberschuss lag im April bei 84,82 Milliarden US-Dollar und damit leicht über den Erwartungen der Analysten.
Geopolitische Risiken bleiben im Fokus
Die Spannungen im Nahen Osten bleiben ein entscheidender Risikofaktor für die Märkte. Trump wies zuletzt einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts als "völlig inakzeptabel" zurück. Eine schnelle diplomatische Lösung scheint derzeit nicht in Sicht.
Investoren richten ihren Blick nun vor allem auf Trumps bevorstehende Reise nach China, bei der ein Treffen mit Präsident Xi Jinping erwartet wird.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion


