Energie für KI
SoftBank zündet die nächste KI-Stufe – mit Milliardenmarkt im Visier
SoftBank steigt groß ins Batteriegeschäft ein. Der Konzern will vom KI-Boom profitieren und baut in Osaka ein neues Zentrum für Energie und Daten.
- SoftBank startet große Batterieproduktion in Sakai
- Kooperation mit Cosmos Lab und DeltaX für neue Zellen
- Ziel über 100 Mrd Yen Umsatz bis Geschäftsjahr 2030
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Der japanische Technologiekonzern SoftBank Group steigt massiv ins Batteriegeschäft ein, wie das Wall Street Journal berichtet. Hintergrund ist der weltweit stark steigende Strombedarf durch Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz.
Die Telekommunikationssparte SoftBank Corp. kündigte an, gemeinsam mit dem südkoreanischen Batterieunternehmen Cosmos Lab und der KI-Firma DeltaX große Batteriezellen und Energiespeicher für den japanischen Markt zu entwickeln.
Produktionsstandort in Osaka
Die Produktion von Batterien und Solarpanels soll in der Stadt Sakai erfolgen. Dort betreibt SoftBank künftig auch ein großes KI-Rechenzentrum sowie eine Fabrik für KI-Hardware.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Batterieproduktion im Geschäftsjahr bis März 2028 anlaufen. Die Massenfertigung ist für das darauffolgende Jahr geplant.
SoftBank arbeitet dabei mit Cosmos Lab an Batteriezellen der nächsten Generation auf Zink-Halogen-Basis. Zusammen mit DeltaX entwickelt der Konzern zudem leistungsstarke Batterien mit hoher Energiedichte.
KI-Rechenzentren treiben Strombedarf
Die Batterien sollen vor allem die eigenen KI-Rechenzentren des Konzerns mit Energie versorgen. Darüber hinaus plant SoftBank Anwendungen für Stromnetze und Industrieunternehmen in Japan. Mittelfristig schließt der Konzern auch eine Expansion ins Ausland nicht aus.
Mit dem neuen Geschäftsfeld verfolgt SoftBank ehrgeizige Ziele. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will der Konzern mit dem Batteriegeschäft einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Yen (540,7 Millionen Euro) erzielen.
SoftBank baut KI-Strategie aus
Die Investition ist Teil der umfassenden KI-Offensive des Unternehmens. SoftBank will sich als zentraler Akteur in der globalen Lieferkette für Künstliche Intelligenz positionieren.
Dafür gründet der Konzern derzeit das neue Unternehmen Roze AI, das sich auf KI-Infrastruktur und Robotik konzentriert. Zudem hatte SoftBank bereits eine Investition von 500 Milliarden US-Dollar in die KI-Initiative Stargate gemeinsam mit OpenAI angekündigt. Insgesamt investierte SoftBank laut Unternehmensangaben bereits bis zu 35 Milliarden US-Dollar in OpenAI.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die SoftBank Group Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -8,85 % und einem Kurs von 31,21EUR auf Tradegate (11. Mai 2026, 11:57 Uhr) gehandelt.

