Original-Research
Österreichische Post AG (von Montega AG): Kaufen - Seite 2
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Mit einem Konzernumsatz von 770,7 Mio. EUR (+0,9% yoy) übertraf das Unternehmen unsere Schätzung (768 Mio. EUR) leicht, wobei die anhaltende Dynamik im E-Commerce (+6,9% yoy) die strukturellen Rückgänge im Briefsegment (-7,6% yoy) kompensieren konnte. Operativ überzeugte vor allem der Kernmarkt Österreich mit einem Volumenwachstum von 10%, während regulatorische Verschärfungen im Türkeigeschäft (Aufhebung der Zollfreigrenze für Asien-Importe) die dortigen Skaleneffekte temporär dämpften. Das operative EBIT lag mit 36,8 Mio. EUR (Vj. 48,4 Mio. EUR) beinahe punktgenau auf dem Niveau unserer Prognose (37,0 Mio. EUR). Die Ergebnisentwicklung reflektiert im Wesentlichen drei Faktoren: Den Wegfall hochmargiger Provisions- und Lizenzerträge aus der beendeten Telekom-Vertriebskooperation (ca. 7 Mio. EUR) sowie einen anhaltenden Margendruck im wettbewerbsintensiven osteuropäischen Paketmarkt. Das optisch schwache Periodenergebnis von 15,3 Mio. EUR (Vj. 39,6 Mio. EUR) ist maßgeblich auf einen negativen Bewertungseffekt der Aras Kargo Put-Option in Höhe von -8,4 Mio. EUR zurückzuführen (Vj. +4,4 Mio. EUR). Da dieser Effekt rein währungs- und inflationsbedingt ist und keine Zahlungswirksamkeit entfaltet, bleibt die operative Cashflow-Stärke des Konzerns hiervon unberührt.
Ausblick: Die Jahresziele wurden bestätigt, womit das Szenario einer zweigeteilten Ergebnisentwicklung das zentrale Narrativ bleibt. Mit dem Turnaround der bank99 (EBIT Q1: 2,6 Mio. EUR), der vollen Konsolidierung der Akquisition euShipments.com (ab 06. März 2026) sowie anstehenden Preisanpassungen im Postbereich verfügt der Konzern über die notwendigen Hebel, um die Guidance eines stabilen Jahres-EBITs zu erreichen.
Fazit: Die Österreichische Post liefert ein 'In-Line'-Quartal ab, das die Annahme einer weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung für das Gesamtjahr untermauert. Während die solide Bilanzstruktur (0,3x Net Debt/EBITDA) die fundamentale Stabilität des Konzerns unterstreicht, sollte die erwartete operative Beschleunigung in der saisonal stärkeren zweiten Jahreshälfte dazu beitragen, das aktuelle Ergebnis-Gap sukzessive zu schließen. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung.
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