Milliardenregen im Bergbau
Goldboom treibt Barrick an: Milliarden für Aktienrückkäufe
Der Bergbaukonzern Barrick übertrifft die eigenen Ziele deutlich, steigert den Gewinn massiv und kündigt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an.
- Goldproduktion übertrifft Ziel mit 719.000 Unzen
- Umsatz und operativer Cashflow steigen stark an
- Dividende und Aktienrückkaufprogramm bis 3 Milliarden
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Die steigenden Goldpreise treiben den Bergbaukonzern Barrick Mining kräftig an. Im ersten Quartal 2026 übertraf das Unternehmen die eigene Produktionsprognose und steigerte Umsatz, Gewinn und Cashflow deutlich.
Barrick förderte im Quartal 719.000 Unzen Gold und lag damit über der eigenen Zielspanne von 640.000 bis 680.000 Unzen. Besonders stark liefen laut Unternehmensangaben die Minen NGM, Veladero und Loulo-Gounkoto. Die Kupferproduktion erreichte 49.000 Tonnen und entsprach den Erwartungen.
Der Umsatz sprang auf 5,22 Milliarden US-Dollar nach 3,13 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow kletterte um 111 Prozent auf 2,55 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn je Aktie stieg von 0,27 auf 0,96 US-Dollar.
Chef lobt Produktion und Kostenkontrolle
Barrick-Chef Mark Hill sprach von einem "weiteren starken Quartal". Er sagte: "Wir haben sicher gearbeitet und unsere Planvorgaben sowohl bei der Goldproduktion als auch bei den Kosten übertroffen." Dadurch habe das Unternehmen stärker vom hohen Goldpreis profitiert und deutlich höhere Gewinne erzielt als ein Jahr zuvor.
Auch die Kosten entwickelten sich besser als geplant. Die nachhaltigen Gesamtkosten lagen bei 1.708 US-Dollar je Unze und damit 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig belasteten höhere Lizenzabgaben und Inflation die Kostenstruktur.
Milliarden für Aktionäre
Barrick kündigte neben einer Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 3 Milliarden US-Dollar an. Der Konzern will damit nach eigenen Angaben überschüssige Mittel an die Anteilseigner zurückgeben.
Der Verwaltungsrat halte die eigene Aktie derzeit für besonders attraktiv bewertet. Hintergrund ist auch der geplante Börsengang der Nordamerika-Sparte. Barrick will den Börsengang bis Ende 2026 abschließen, sofern Marktbedingungen und Genehmigungen mitspielen.
Wachstumprojekte laufen weiter
Große Hoffnungen setzt der Konzern auf das Fourmile-Projekt in Nevada sowie den Ausbau der Lumwana-Mine. Beim Lumwana Super Pit Expansion Project liegen Bauarbeiten laut Barrick im Zeit- und Budgetplan. Die erste Kupferproduktion soll Ende des ersten Quartals 2028 starten.
Für das Gesamtjahr bestätigte Barrick seine Prognose. Die Goldproduktion soll 2026 zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen liegen. Im laufenden zweiten Quartal erwartet das Unternehmen bereits einen weiteren Produktionsanstieg.
Mark Hill formulierte die Prioritäten klar: "Unser Schwerpunkt für dieses Jahr ist klar: Wir wollen die Sicherheitsbilanz weiter verbessern, unsere Produktions- und Kostenprognosen erfüllen, unsere Wachstumsprojekte termingerecht und im Rahmen des Budgets vorantreiben und den Börsengang von Barrick in Nordamerika durchführen, um weiteren Shareholder Value zu schaffen."
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Barrick Mining Corporation Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,27 % und einem Kurs von 36,75CAD auf Tradegate (11. Mai 2026, 12:31 Uhr) gehandelt.
