Zahlen widerlegen KI-Sorgen

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    Gegen den Trend von SAP, ServiceNow & Co.: Diese Software-Aktie geht jetzt steil

    Der israelische Software-Spezialist Monday.com hatte in den vergangenen Monaten mit KI-Sorgen zu kämpfen. Jetzt beweist das Unternehmen dem Markt das Gegenteil.

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    Zahlen widerlegen KI-Sorgen - Gegen den Trend von SAP, ServiceNow & Co.: Diese Software-Aktie geht jetzt steil

    Softwarebranche sieht weiter kein Land, doch Monday.com wehrt sich

    Trotz überwiegend starker Quartalszahlen finden Software- und Cloud-Dienstleister nicht aus ihrem Kurstief. Trotz neuer Rekordnotierungen im Technologieindex Nasdaq 100 verzeichnet der Branchen-ETF Expanded Tech-Software Sector gegenüber dem Jahreswechsel ein Minus von fast 14 Prozent. Werte wie Microsoft, SAP und ServiceNow sind unverändert von KI-Sorgen betroffen.

    Mit deutlich zweistelligen Kursgewinnen kann sich zum Wochenauftakt Monday.com vom schwachen Branchentrend absetzen. Die Aktie haussiert, nachdem der israelische Spezialist für Produktivitäts- und Personalmanagementsoftware ein starkes Quartalsergebnis sowie einen angehobenen Ausblick vorgelegt hat.


     

    Starkes Umsatzwachstum dank vieler neuer Großkunden

    Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse um 24,4 Prozent auf 351,3 Millionen US-Dollar. Damit konnten die Erwartungen um 12,2 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Für das gute Abschneiden sorgte einerseits eine hohe Beibehaltungsquote von 110 Prozent sowie ein starkes Neukundenwachstum. Insbesondere bei Großkunden konnte sich Monday.com stark steigern. So kletterten die Vertragsabschlüsse mit jährlich wiederkehrenden Erlösen (ARR) über 100.000 US-Dollar um 39 Prozent, Verträge mit AAR von über 500.000 US-Dollar legten sogar um 74 Prozent zu.

    Auch auf der Ertragsseite konnte das Unternehmen Akzente setzen. Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) landete mit 1,15 US-Dollar um 22 Cent über den Schätzungen. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr hatte der Ertrag je Anteil bei 1,10 US-Dollar gelegen.

    Auf berichteter Basis fiel das Gewinnwachstum aufgrund deutlich höherer Marketingkosten dagegen marginal aus. Nach einem Nettogewinn in Höhe von 27,43 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor erwirtschaftete Monday.com nun 28,03 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,58 US-Dollar je Aktie. Bei der GAAP-Proftitabilität ist also noch Luft nach oben.

    Management hebt Ausblick an, Cashflow-Prognose überzeugt

    Angesichts des starken Jahresauftakts und des hohen Wachstums bei Großkunden hat das Management um die beiden CEOs Roy Mann und Eran Zinman seinen Jahresausblick angehoben. Statt wie bisher 1,452 bis 1,462 Milliarden US-Dollar werden nun Erlöse in Höhe von 1,466 bis 1,474 Milliarden US-Dollar erwartet. Damit liegt die Mittelpunktschätzung um 10 Millionen US-Dollar über dem Analystenkonsens.

    Der operative Ertrag soll sich auf 46 bis 48 Millionen US-Dollar belaufen (nach einem Minus von 1,7 Millionen US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr), was den Pfad zu finanziell nachhaltigem Wachstum unterstreicht. Vor allem aber beim Cashflow will Monday.com glänzen, wo auf bereinigter Basis 280 bis 290 Millionen US-Dollar erwartet werden.

    monday.com

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    Aktie zündet den Turbo – nach zuvor horrenden Verlusten

    Anlegerinnen und Anleger zeigen sich über das starke Abschneiden sowie den zuversichtlichen Ausblick begeistert. In der US-Vorbörse konnte die Aktie zeitweise um mehr als 20 Prozent zu legen, in den regulären Handel startete sie schließlich mit einem Plus von rund 16 Prozent – allerdings hatten die Anteile in diesem Jahr bereits mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Gegenüber dem Stand vor einem Jahr stand vor dem Wochenende sogar ein Minus von 74,1 Prozent zu Buche.

    Können die Käuferinnen und Käufer ihre Gewinne am Montag verteidigen, wäre das mit Blick auf eine Trendwende der Aktie ein erster, zählbarer Erfolg, nachdem Monday.com in den vergangenen zwei Monaten hart um eine Bodenbildung gerungen hat.

    Ein Kurs oberhalb von 70 US-Dollar bedeutet das Überwinden der 50-Tage-Linie und damit ein erstes prozyklisches Kaufsignal. In diesem Fall würde Kurspotenzial bis zur bei 92,73 US-Dollar noch zu schließenden Kurslücke frei. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Trendwende ist es angesichts der bei 142,38 US-Dollar verlaufenden 200-Tage-Linie allerdings noch weit.

    Fazit: Da ist auch bei der Bewertung noch Luft nach oben

    Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ergibt sich selbst nach den deutlich zweistelligen Kursgewinnen am Montag eine interessante Ausgangslage. Für 2026 ist Monday.com mit einem KGVe von 21,4 bewertet. Das liegt deutlich unter dem Branchenmittel von knapp 25 sowie erst recht unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 97,8. 

    Auch bei anderen Kennziffern machte Monday.com zuletzt eine gute Figur. Beim EV/EBITDA-Verhältnis lag das Unternehmen, das auf einem Nettovermögen von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar sitzt, zuletzt bei 11,6 und damit um 21,3 Prozent unter der Vergleichsgruppe. Beim Kurs-Cashflow-Verhältnis steuert Monday.com auf einen Wert im niedrigen zweistelligen Bereich hin, was gegenüber dem Branchendurchschnitt von 18,7 ebenfalls einen signifkanten Discount darstellt.

    Kann die Aktie ihre Position oberhalb der 50-Tage-Linie verteidigen, wäre sie auch aus fundamentaler Perspektive einen Einstieg und eine kleine Risikoposition wert.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    Die monday.com Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +10,78 % und einem Kurs von 67,80EUR auf Tradegate (11. Mai 2026, 15:58 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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