T-Aktie vor Aufschwung

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    Telekom: Rheinmetall-Deal, T-Mobile US Fantasie & Zahlen - zieht die Aktie an?

    Die Telekom rückt in ein neues Feld vor: Sicherheitstechnik. Zusammen mit Rheinmetall möchte der Konzern eine Drohnenabwehr für zivile Objekte entwickeln. Kurz vor den Zahlen bietet die Aktie ein neues Zukunftsthema.

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    T-Aktie vor Aufschwung - Telekom: Rheinmetall-Deal, T-Mobile US Fantasie & Zahlen - zieht die Aktie an?

    Morgen am 13.05 veröffentlicht die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Zuvor sorgt der Bonner DAX-Konzern aber noch mit einer anderen Nachricht für Aufsehen. Zusammen mit Rheinmetall möchte die Telekom ein Drohnen-Abwehr-System für zivile Objekte entwickeln. 

    Damit rücken kurz vor den Quartalszahlen drei Punkte ins Blickfeld der Anleger: die Kooperation mit Rheinmetall, die Fusionspläne mit der US-Tochter und die Entwicklung des Deutschlandsgeschäfts. Passt alles zusammen, dann könnte die Aktie wieder Fahrt aufnehmen.

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    Drohnen, das neue Zukunftsthema

    Die Deutsche Telekom hatte schon zu Jahresbeginn vermeldet, dass sie sich mit neuen Produkten verstärkt an die Bundeswehr und das Verteidungsministerium richten möchte. Jetzt ist der erste Schritt in diese Richtung zusammen mit Rheinmetall getan. Im Fokus steht dabei ein System zur Drohnenabwehr für zivile Objekte. Dazu sollen auch Maßnahmen gegen Cyberangriffe angeboten werden. 

    Laut Rheinmetall-Chef Armin Paperger passen die beiden Partner bei diesem Projekt optimal zusammen: "Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital." Für eine erfolgreiche Abwehr von Drohnen brauche es eine Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen. "Rheinmetall und die Deutsche Telekom bündeln genau diese Fähigkeiten."

    Auch Telekom-Lenker Tim Höttges verweist auf eine ideale Ergänzung. Die Kompetenz seines Konzerns liege in den Bereichen Konnektivität, Cloud und Datenanalyse, womit die Drohnenabwehr "auf ein neues Level" gehievt werde. "Gemeinsam mit Rheinmetall stärken wir so die Souveränität und leisten unseren Beitrag dazu, Sorgen in der Bevölkerung zu reduzieren."

    Mobilfunkmasten als Frühwarnsystem

    Die Telekom nutzt bereits spezielle Sensoren, die an Mobilfunkmasten montiert werden können. Sie können die Funksignale, welche die Drohnen steuern, erkennen, ohne den Mobilfunk zu stören. Wie die Bonner mitteilen, wurde die Technologie schon bei der Fußball Europameisterschaft 2024 im Auftrag der Polizeibehörden eingesetzt und hat illegale Drohnenflüge zuverlässig aufgedeckt. 

    T-Mobile US und eine mögliche Fusion

    Die US-Tochter hat bereits ihre Zahlen zum Jahresstart vorgelegt und ein weiteres Mal bewiesen, dass sie ein Wachstumsmotor im Bonner Konzern ist. Hier liegt aber gleichzeitig die Problematik der Telekom. Der Marktwert des US-Ablegers ist mittlerweile mit umgerechnet 178 Milliarden Euro größer als der der Mutter. Die Telekom ist an der Börse aktuell 132 Milliarden Euro schwer. 

    Hinter verschlossenen Türen soll Tim Höttges planen, die amerikanische Tochter wieder komplett in den Konzern zurückzuholen, um den weltweit größten Mobilfunk-Konzern zu schmieden. Je besser sich T-Mobile US jetzt schlägt, desto teurer dürften die Pläne für die Telekom werden. Daher wird unter anderem auch eine anstehende Kapitalerhöhung befürchtet.

    Ende April hatte das Wall Street Journal erstmals über solche Pläne berichtet. Hier wurde spekuliert, dass die Mutter mit der Tochter über die Gründung einer Holdinggesellschaft gesprochen hätte. Daher dürften die Anleger morgen besonders darauf achten, ob sich der Vorstandsvorsitzende der Telekom zu den Plänen einer Fusion mit der US-Tochter äußert und wie diese finanziert werden soll. 

    Dann wären da noch die Quartalszahlen 

    Die Telekom möchte 2026 weiter wachsen, wie sie bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2025 betone. Der Fahrplan für 2026 von Tim Höttges sieht vor, dass die Telekom das bereinigte EBITDA AL auf rund 47,4 Milliarden Euro steigert, nach 44,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Free Cashflow AL soll von 19,5 Milliarden Euro auf rund 19,8 Milliarden Euro zulegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peilt der Konzern rund 2,20 Euro an, nach 2,00 Euro im Jahr 2025.

    Was für die Aussicht auf die Quartalszahlen positiv stimmt, ist, dass die Bonner im vierten Quartal 2025 wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sind. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres waren die Umsätze im Deutschlandgeschäft organisch um rund 2,7 Prozent gewachsen.

    Im dritten Quartal waren die Erlöse noch um 1,8 Prozent rückläufig gewesen. Die gute Entwicklung führte Rodrigo Diehl, Vorstandsmitglied und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland, auf starke Umsätze mit den Glasfaser-Joint-Ventures sowie auf das Wachstum der Service-Umsätze, sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk, zurück. 

    Mein Tipp: Genügend Fantasie für steigende Kurse ist vorhanden

    Was für Anleger besonders spannend sein dürfte, ist die Eröffnung neuer Geschäftsfelder. Die Telekom wandelt sich ein Stück: Vom reinen Anbieter von Netzleistung positioniert sie sich zusätzlich als Sicherheitsanbieter für kritische Infrastruktur. Die neuen Dienstleistungen könnten zukünftig Großveranstaltungen, Häfen, Flughäfen und Industrieanlagen absichern. 

    Die Deutsche Telekom mausert sich damit vom eher langweiligen Dividendenwert zu einem interessanten Technologieanbieter. Die Bonner werden damit immer mehr zu einer Wette auf digitale Sicherheit und Infrastruktur inklusive Rechenzentren.

    Im April waren zudem die Analysten auf der Seite der Telekom. Im vergangenen Monat rieten 11 Experten dazu, die T-Aktie zu kaufen. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 39,79 Euro, was ein Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent bedeutet.

    Patzt die Deutsche Telekom morgen bei den Zahlen nicht, dann stehen die Chancen gut, dass der Kurs den Widerstand bei 38 Euro knackt und die Aktie wieder Fahrt aufnimmt. Anleger sollten daher morgen die Zahlen abwarten und dann eine Investmententscheidung treffen.

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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