Nebenwerte
Die zweite Phase des KI-Booms läuft an: Nach Nvidia profitieren nun Shopify, Celestica, BlackBerry und QuantumCore - Seite 2
Damit bewegt sich QuantumCore in einem Bereich, den viele Anleger bislang noch kaum auf dem Radar haben. Während sich der Blick zurzeit noch oft auf Software oder Rechenzentren konzentriert, arbeitet QuantumCore an den Bauteilen, die leistungsfähige Quantenrechner überhaupt erst möglich machen könnten.
Auch der Standort spielt dem Unternehmen in die Karten. Waterloo gehört inzwischen zu den wichtigsten Zentren für Quantentechnologie in Nordamerika. Mit dem Perimeter Institut für Theoretische Physik, der Universität Waterloo und mehreren spezialisierten Firmen hat sich dort ein eigenes Ökosystem entwickelt. Für QuantumCore bedeutet das direkten Zugang zu Forschung, Talent und potenziellen Industriekunden.
Softwarefirmen profitieren vom produktiven KI-Einsatz
Vor allem bei Unternehmenssoftware zeigt sich die zweite KI-Welle inzwischen ziemlich deutlich. Viele Firmen wollen KI nicht mehr nur testen, sondern direkt in bestehende Prozesse einbauen.
Davon profitieren Unternehmen wie Constellation Software Inc. (ISIN: CA21037X1006, WKN: A0JM27), OpenText Corporation (ISIN: CA6837151068, WKN: 899027) oder Kinaxis Inc. (ISIN: CA49448Q1090, WKN: A1178T). Die Einsatzbereiche reichen von Dokumentenverwaltung und Compliance bis hin zu Lieferkettenplanung und Nachfrageprognosen.
Der entscheidende Punkt: Diese Unternehmen haben bereits große Unternehmenskunden und etablierte Plattformen. KI wird dadurch weniger ein einzelnes Produkt, sondern eher eine zusätzliche Funktion innerhalb bestehender Geschäftsprozesse.
Auch Plattformunternehmen ziehen daraus Vorteile. Shopify Inc. (ISIN: CA82509L1076, WKN: A14TJP) integriert KI-Werkzeuge direkt in seine Handelsplattform. Und The Descartes Systems Group Inc. (ISIN: CA2499061083, WKN: 913612) nutzt KI, um Logistik- und Handelsprozesse effizienter zu machen.
Infrastruktur und Integration werden wichtiger
Je stärker Unternehmen KI einsetzen, desto größer wird automatisch der Bedarf an technischer Infrastruktur und externer Integration. Genau davon profitieren Firmen wie Celestica Inc. (ISIN: CA15101Q2071, WKN: A406LU) und CGI Inc. (ISIN: CA12532H1047, WKN: A2PDWM).
Celestica produziert KI-Server und Netzwerkkomponenten für große Cloud-Anbieter. CGI wiederum verdient daran, dass Unternehmen mehr Geld für die Einführung und Anbindung neuer KI-Systeme ausgeben.
Auch BlackBerry Ltd. (ISIN: CA09228F1036, WKN: A1W2YK) bleibt relevant – vor allem über QNX und die Plattform IVY im Bereich Fahrzeug- und Industriesoftware. Gerade vernetzte Fahrzeuge und industrielle Steuerungssysteme könnten langfristig zu wichtigen KI-Anwendungsfeldern werden.
Fazit: KI-Boom im Wandel – Gewinne statt Wachstum entscheidend
Die Studie geht davon aus, dass sich der KI-Boom künftig weniger über spektakuläre Umsatzsprünge definieren wird. Stattdessen dürften stabile Margen, wiederkehrende Einnahmen und langfristige Kundenbindungen wichtiger werden. Hier liegen die Stärken vieler Software- und Dienstleistungsfirmen.
Der KI-Boom geht also gerade in seine nächste Phase über. Statt nur Rechenleistung zu finanzieren, investieren Unternehmen zunehmend in Anwendungen, Infrastruktur und Integration. Dadurch wird der Markt deutlich breiter.
Nordamerikas Technologiesektor ist für diese Entwicklung gut positioniert. Die Unternehmen decken inzwischen fast alle Ebenen des KI-Marktes ab – von Quantenhardware über Unternehmenssoftware bis hin zu Cloud-Infrastruktur und Industrieanwendungen.
Entscheidend wird jetzt, welche Anbieter künstliche Intelligenz dauerhaft in funktionierende Geschäftsmodelle übersetzen können. Genau dort dürfte in den kommenden Jahren ein großer Teil der Wertschöpfung entstehen.
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