Quantencomputing wird heiß
D-Wave vor dem Durchbruch? Diese Zahlen elektrisieren Anleger
D-Wave verbucht einen Auftragsboom und einen deutlich höheren Vertragsbestand. Doch Umsatz und Verluste zeigen: Die Quantenwette bleibt hochspannend.
- Auftragseingang explodiert auf 33,4 Mio US-Dollar
- Umsatz bricht um 81 Prozent auf 2,9 Mio US-Dollar ein
- Kosten steigen stark, Nettoverlust 18,4 Mio US-Dollar
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D-Wave Quantum hat im ersten Quartal 2026 kräftig neue Aufträge gewonnen. Gleichzeitig brachen Umsatz und Bruttogewinn im Vergleich zum starken Vorjahresquartal ein. Das Unternehmen verweist dabei auf einen besonders großen Systemverkauf aus dem Jahr 2025.
Der Umsatz sank um 81 Prozent auf 2,9 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal 2025 hatte D-Wave noch 15,0 Millionen US-Dollar erlöst. Davon entfielen 12,6 Millionen US-Dollar auf den ersten Verkauf eines Annealing-Quantencomputersystems.
Deutlich stärker entwickelte sich das Neugeschäft. Die Auftragseingänge stiegen um 1.994 Prozent auf 33,4 Millionen US-Dollar. Darin enthalten ist ein Systemverkauf im Wert von 20 Millionen US-Dollar, der erst in den kommenden Quartalen als Umsatz erfasst werden soll.
Auch der Vertragsbestand legte kräftig zu. Die noch offenen Leistungsverpflichtungen erreichten zum 31. März 42,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 563 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 54 Prozent davon sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate in Umsatz übergehen.
Vorstandschef Alan Baratz sieht D-Wave durch seine Kombination aus Annealing- und Gate-Modell-Systemen gut positioniert. Zudem verwies er auf die Übernahme von Quantum Circuits und einen Vertrag über Quantencomputing als Dienstleistung mit einem Fortune-100-Unternehmen.
Die Kosten stiegen allerdings deutlich. Die Betriebsausgaben erhöhten sich auf 56,5 Millionen US-Dollar. Belastend wirkten unter anderem Übernahmekosten, höhere Personalausgaben sowie Investitionen in Forschung, Entwicklung und Vermarktung.
Der Nettoverlust weitete sich auf 18,4 Millionen US-Dollar aus. Im Vorjahr hatte er bei 5,4 Millionen US-Dollar gelegen. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 32,8 Millionen US-Dollar.
D-Wave liefert damit ein gemischtes Quartal. Die aktuelle Ertragslage bleibt schwach. Der kräftige Anstieg bei Aufträgen und Vertragsbestand zeigt jedoch, dass die Nachfrage nach den Quantenlösungen des Unternehmens deutlich zunimmt. Das registrieren die Anleger auch in erster Linie. Die Aktie legt zu.
Unser Aktienexperte hat nach den Zahlen des vorgestellten Trios die Branche noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Wenn Sie seine Top 5 Quanten-Aktien wissen möchten. Dann schauen Sie doch mal rein in die neue Folge der wO Börsenlounge.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
Die D-Wave Quantum Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,50 % und einem Kurs von 20,90USD auf Tradegate (12. Mai 2026, 13:29 Uhr) gehandelt.
