ETF-Depot für Angsthasen
So bleiben Sie und Ihr Geld ruhig – und verdienen aber trotzdem Rendite!
Viele Anleger meiden Aktien aus Angst vor Verlusten. Doch das kann teuer werden. Diese 3 ETF-Portfolios für Angsthasen unterschiedlichen Alters sollen Schwankungen dämpfen, ohne die Renditechance vollständig aufzugeben.
Wer bei roten Börsenkursen nervös wird, lässt sein Geld oft lieber auf dem Konto liegen. Das fühlt sich zwar sicher an, kann aber langfristig zum Problem werden. Denn die Inflation nagt am Vermögen. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie kann man investieren, um Rendite zu erzielen, ohne schlaflose Nächte zu riskieren?
Die Antwort darauf könnte ein defensives ETF-Depot sein. Es setzt nicht alles auf Aktien, sondern mischt breit gestreute Aktien-ETFs mit Anleihe-ETFs. Das Ziel ist weniger Schwankung und mehr Stabilität bei dennoch vorhandener Chance auf Vermögensaufbau.
Junge Anleger sollten mehr Aktien wählen, als viele "Angsthasen" denken
Wer zwischen 20 und 40 Jahre alt ist, hat in der Regel noch Jahrzehnte Zeit und kann deshalb auch schlechte Börsenphasen aussitzen. Experten halten deshalb selbst für sehr vorsichtige Anleger einen Aktienanteil von 40 bis 50 Prozent für sinnvoll. Der Rest des Vermögens kann in Anleihe-ETFs angelegt werden.
Laut dem Handelsblatt könnte ein mögliches Musterdepot die folgenden Indizes enthalten. Die entsprechenden ETFs haben wir für Sie beispielhaft herausgesucht.
16 Prozent MSCI EMU z. B. Amundi Core MSCI EMU UCITS ETF Acc
24 Prozent S&P 500 z. B. iShares Core S&P 500 UCITS ETF USD (Acc)
30 Prozent Bloomberg Euro Aggregate z. B. State Street SPDR Bloomberg Euro Aggregate Bond UCITS ETF EUR
30 Prozent Bloomberg Global Aggregate EUR Hedged z. B. State Street SPDR Bloomberg Global Aggregate Bond UCITS ETF EUR Hedged (Dist)
Die Idee dahinter: Aktien sollen langfristig Rendite liefern, Anleihen das Depot beruhigen. Wer es besonders einfach möchte, kann auch auf Misch-ETFs setzen, die Aktien und Anleihen automatisch austarieren.
Zwischen 40 und 60 rückt Stabilität in den Vordergrund.
In der Lebensmitte steigt bei vielen Anlegern das investierbare Vermögen, zugleich wächst jedoch auch die Sorge vor größeren Rückschlägen. Fachleute empfehlen daher für vorsichtige Anleger eine noch defensivere Mischung.
Laut dem Handelsblatt könnte ein mögliches Musterdepot die folgenden Indizes enthalten. Die entsprechenden ETFs haben wir für Sie beispielhaft herausgesucht.
30 Prozent FTSE All-World z. B. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing
25 Prozent Bloomberg Euro Aggregate z. B. SPDR Bloomberg Euro Aggregate Bond UCITS ETF
25 Prozent Bloomberg Global Aggregate EUR Hedged z. B. State Street SPDR Bloomberg Global Aggregate Bond UCITS ETF EUR Hedged (Dist)
20 Prozent Bloomberg Euro Government Bond z. B. State Street SPDR Bloomberg Euro Government Bond UCITS ETF EUR Unhedged (Acc)
Damit bleibt ein Teil des Geldes am Aktienmarkt investiert. Der größere Teil liegt jedoch in breit gestreuten Anleihen. Das kann Schwankungen mindern, ohne die Renditechancen komplett aufzugeben.
Ab 60: Sicherheit ist wichtig, aber nicht das Einzige, was zählt.
Wer sich dem Ruhestand nähert, denkt vor allem an Kapitalerhalt. Doch selbst dann kann ein Depot ohne Aktien riskant sein, weil die Inflation die Kaufkraft schmälert. Deshalb empfehlen Fachleute selbst sehr vorsichtigen, älteren Anlegern einen Aktienanteil.
Laut dem Handelsblatt könnte ein mögliches Musterdepot die folgenden Indizes enthalten. Die entsprechenden ETFs haben wir für Sie beispielhaft herausgesucht.
20 Prozent FTSE All-World z. B. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing
20 Prozent Bloomberg Euro Aggregate z. B. SPDR Bloomberg Euro Aggregate Bond UCITS ETF
20 Prozent Bloomberg Global Aggregate EUR Hedged z. B. State Street SPDR Bloomberg Global Aggregate Bond UCITS ETF EUR Hedged (Dist)
40 Prozent Bloomberg Euro Government Bond z. B. State Street SPDR Bloomberg Euro Government Bond UCITS ETF EUR Unhedged (Acc)
Das Depot ist klar auf Stabilität ausgerichtet. Gleichzeitig bleibt ein kleiner Wachstumsmotor erhalten.
Fazit:
Ein ETF-Depot für "Angsthasen" muss nicht langweilig sein. Es kann genau das liefern, was viele Anleger suchen: weniger Nervenkitzel, mehr Planbarkeit und dennoch die Chance, dass das Vermögen langfristig wächst. Wer aus Angst gar nicht investiert, geht womöglich ein größeres Risiko ein.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

