Kurzer Schockmoment

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    Denkt Südkorea über eine KI-Bürgerdivdende nach? Samsung & SK Hynix tauchen ab!

    Was zunächst nur ein lautes Gedankenspiel war, löste im Kospi eine kleine Panikattacke aus. In nicht einmal 2 Stunden verpufften 300 Milliarden $ an Wert im Index. SK Hynix und Samsung kamen besonders unter Druck.

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    Kurzer Schockmoment  - Denkt Südkorea über eine KI-Bürgerdivdende nach?  Samsung & SK Hynix tauchen ab!

    Der südkoreanische Kospi spielt nicht nur in diesem Jahr in einer eigenen Liga. Starke Zahlen und Nachrichten von Samsung und SK Hynix treiben den Leitindex immer weiter in die Höhe. In diesem Jahr legte der Kospi schon rund 80 Prozent zu. Auf Sicht von einem Jahr sind es fast 200 Prozent. 

    Besonders Samsung und SK Hynix sind zwei ganz große Profiteure des weltweiten KI-Hypes. Erst Anfang der Woche berichtete Reuters, dass SK Hynix immer absurdere Angebote bekommt, damit sich die Hyperscaler Zugriff auf die begehrten Speicherchips der Südkoreaner sichern können. 

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    Begehrte südkoreanische Gewinnmaschinen

    Die Nachfrage spiegelt sich auch in den Quartalszahlen der beiden Konzerne wider. Sowohl Samsung als auch SK Hynix eilen von Rekordquartal zu Rekordquartal. Die Schätzungen der Experten gehen davon aus, das Samsung in diesem Jahr einen oprativen Gewinn von rund 330 Billionen Won erzielt. Umgerechnet sich das in etwa 220 Milliarden US-Dollar. Damit dürfte Samsung bei den weltweit profitabelsten Konzernen an Apple und Alphabet vorbeiziehen und hinter Nvidia Platz zwei belegen. 

    Bei SK Hynix sieht es ähnlich aus. Beim südkoreanischen Speicherspezialisten wird ein operativer Gewinn von 239 Billionen Won (172 Milliarden US-Dollar) erwartet. Diese Aussichten haben nicht nur die Kurse von Samsung und SK Hynix kräftig in die Höhe getrieben, sie wecken mittlerweile auch Begehrlichkeiten in der Politik der südkoreanischen Regierung. So hat Kim Yong-beom, ein führender Wirtschaftsexperte und Regierungsbeamter Südkoreas in einen sehr langen Post auf Facebook eine "Bürgerdividende" ins Spiel gebracht. Hier sind der wohl wichtigste Auszug aus seinen Gedanken:

    Dieser Text schlägt dafür provisorisch den Begriff "Bürgerdividende" vor. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Programm, sondern das Prinzip: Die Früchte des KI-Infrastrukturzeitalters sind nicht nur das Ergebnis einzelner Unternehmen. Sie ruhen auf einer industriellen Basis, die über ein halbes Jahrhundert hinweg von der gesamten Gesellschaft aufgebaut wurde. Dann sollte auch ein Teil dieser Früchte strukturell an die Bevölkerung zurückfließen  das ist die normative Rechtfertigung dieser Idee.

    Damit war der Schaden angerichtet

    Da Kim Yong-beom als einer der einflussreichsten Wirtschaftspolitiker des Landes gilt und Berater von Präsident Lee Jae Myung ist, reichte diese Textpassage schon, um den Kospi-Index in arge Bedrängnis zu bringen. Es dauerte keine zwei Stunden und der südkoreanische Leitindex tauchte in der Spitze um über 5 Prozent ab. Umgerechnet waren damit rund 300 Milliarden US-Dollar futsch. 

    Alle Seiten um Schadensbegrenzung bemüht

    Kim Yong-beom erklärte schnell danach, er habe keine neue Steuer auf immer größer werdende Gewinne gefordert, sondern habe nur anregen wollen, wie die Überschusssteuern, die durch den KI-Boom in Südkorea entstehen, sinnvoll genutzt werden könnten. Auch das Präsidentenbüro hat laut Bloomberg schnell Stellung zu den Äußerungen Kim bezogen. Sie seien persönliche Äußerungen und nicht Teil formeller Regierungsdiskussionen.

    Damit konnte der Schaden zwar eingedämmt werden, aber nicht vollständig aus der Welt geschafft werden.

     

    Mein Tipp: Ein Schreckmoment zum Ausnutzen

    Für einige Anleger dürften die Äußerungen von Kim ein willkommener Anlass gewesen sein, um ihre Gewinne mal einzufahren. Sowohl die Aktie von Samsung als auch das Papier von SK Hynix haben seit Jahresbeginn, wie viele KI-Aktien, eine enorme Rallye aufs Parkett gelegt und sich deutlich mehr als verdoppelt. Da hat der Markt förmlich nach einer Korrektur geschrien. Jetzt ist sie da und es stellt sich die Frage: Wie sollten Anleger damit umgehen, an denen beide Aktien bislang vorbeigegangen sind. 

    Diskussion hin oder her, er bleibt festzuhalten: Beide Konzerne haben weiterhin kein operatives Problem. Die Geschäfte brummen, da die hohe Nachfrage nach HBM, KI-Speichern und Rechenzentrumsinfrastruktur weiterhin ungebrochen ist. Daher gehören Samsung und SK Hynix weiterhin zu den großen Gewinnern des KI-Investitionszykluses. 

    Ein knappes Angebot und die strategische Bedeutung der beiden südkoreanischen Konzerne sprechen eher dafür, dass die Gewinne weiterhin ordentlich sprudeln. Zudem sind die beiden Aktien, trotz des gewaltigen Kursanstieges, nicht teuer bewertet. Laut MarketScreener liegt das geschätzte KGV für beide Titel bei aktuell rund 6,5 und soll im kommenden Jahr sogar unter sechs fallen. Von einer Überbewertung kann daher keine Rede sein.

    Kurz um: Die KI-Story ist bei Samsung und SK Hynix vollständig intakt. Anleger, die schon länger mit einem Einstieg bei einer der beiden Aktien geliebäugelt haben, bekommen jetzt ihre Chance.

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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