Deutsche Anleihen

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    Kursverluste - Erneut steigende Ölpreise belasten

    Für Sie zusammengefasst
    • Anleihenkurse gaben nach durch Ölpreisanstieg
    • Zehnjährige Rendite stieg auf 3,09 Prozent
    • Inflationsrate in Deutschland stieg auf 2,9 Prozent
    Deutsche Anleihen - Kursverluste - Erneut steigende Ölpreise belasten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag belastet durch erneut deutlich gestiegene Ölpreisen nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,34 Prozent auf 124,75 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte auf 3,09 Prozent zu.

    Die erneut deutlich gestiegenen Rohölpreise schürten Inflationserwartungen und belasteten die Kurse. Eine Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird wahrscheinlicher. Die Öffnung der Straße von Hormus ist nicht in Sicht. Kurz vor der China-Reise von US-Präsident Donald Trump herrscht weiter Ungewissheit über die Zukunft des Iran-Kriegs. Trump stellte die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe öffentlich infrage. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. "Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe." Unterdessen herrscht im Iran großes Misstrauen.

    In Deutschland ist die Inflationsrate im April mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand sei Januar 2024 gestiegen. Bei dieser zweiten Schätzung wurde die erste Erhebung bestätigt. Stark gestiegene Energiepreise führten zu dem Anstieg. Weil teure Energie bei Unternehmen die Produktions- und Transportkosten hochtreibt, ist die Sorge groß, dass der Iran-Krieg die gesamte Wirtschaft erfasst und auch die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen hochspringen. Nach Daten des Ifo-Instituts will eine wachsende Zahl von Firmen die Preise anheben, etwa in der Gastronomie und im Einzelhandel.

    In allen wichtigen Ländern in Europa legten die Renditen zu. Besonders deutlich stiegen sie aber in Großbritannien. Nach den desaströsen Wahlergebnissen bei den Kommunal- und Regionalwahlen gerät Premierminister Keir Starmer immer stärker unter Druck. Er will allen Rücktrittsforderungen zum Trotz aber Premierminister bleiben - und scheint vorerst damit durchzukommen. Die politische Unsicherheit belastete die Kurse. Die Rendite von dreißigjährigen britischen Staatsanleihen stieg über fünf Prozent und erreichte mit zeitweise 5,81 Prozent den höchsten Stand seit 1998./jsl/he







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