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    Dax zurück über 24.000 Punkte - Quartalszahlen und Hoffnungen

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax erobert Marke 24.000 bei dünnem Handelsvolumen
    • Trump in China begleitet von Nvidia Chef Jensen Huang
    • Quartalszahlen stützen Merck und Eon, Bilfinger schwach
    Aktien Frankfurt - Dax zurück über 24.000 Punkte - Quartalszahlen und Hoffnungen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch einen Erholungskurs eingeschlagen. Im Blick steht neben einer Flut an Quartalsberichten vor allem der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China, auf dem er unter anderem nun doch von Jensen Huang, dem Chef des KI-Chipgiganten Nvidia , begleitet wird.

    Der Dax eroberte gleich zum Handelsstart die Marke von 24.000 Punkten zurück, unter die er am Vortag gesackt war. Am frühen Nachmittag legte das deutsche Börsenbarometer um 0,94 Prozent auf 24.181 Punkte zu - bei allerdings "insgesamt dünnem Handelsvolumen", wie Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets anmerkte. Die Investoren trauten sich nicht wirklich aus der Deckung und warteten ab.

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    Anders hatte es noch in der vergangenen Woche ausgesehen. Da war der Dax - von wachsender Zuversicht über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran getrieben etwas über 25.150 Punkte auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn geklettert. Mit wieder schwindenden Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts hatten sich diese Erholungsgewinne jedoch rasch wieder aufgelöst.

    Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, gewann am Mittwochnachmittag 0,48 Prozent auf 31.160 Zähler, und auch europaweit legten die Börsen überwiegend zu. In den USA wird ein freundlicher Handelsstart an der technologielastigen Nasdaq-Börse erwartet.

    Der Besuch Trumps in China dürfte aus gleich zweierlei Gründen stark beachtet werden. Zum einen wegen des Iran-Kriegs: Der Regierung in Peking wird laut der LBBW eine besondere Rolle zugeschrieben, da ihr das Potenzial zugetraut wird, "als vermittelnde Kraft zwischen den Konfliktparteien aufzutreten". Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners wies zum anderen darauf hin, dass die Nachricht über die Teilnahme des Nvidia-Chefs an der China-Reise Trumps positiv an den Märkten ankomme. "Das gibt den Börsen Hoffnung auf eine weitere Entspannung der Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Supermächten."

    Hierzulande dreht sich derweil alles um massenhaft vorgelegte Quartalsberichte aus Dax, MDax und SDax . Im Leitindex zählten Merck zu den besten Werten mit plus 7,7 Prozent. Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern trotzte starken negativen Wechselkurseffekten und Umsatzrückgängen bei wichtigen Medikamenten und verdiente operativ mehr als erwartet. Entsprechend hob der neue Konzernchef Kai Beckmann die Prognose an.

    Stark zeigte sich mit plus 4,4 Prozent auch die Eon-Aktie , nachdem der Energiekonzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen ebenfalls übertroffen hatte. Der Mittelwert der Jahreszielspanne für das operative Ergebnis dürfte unter Anlegern nun den Eindruck bestärken, dass die Prognose konservativ sei, hieß es von Barclays. Das RWE -Papier dagegen gab nach durchwachsenen Dreimonatszahlen und einem im bisherigen Jahr starken Kursverlauf um 0,9 Prozent nach.

    Geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft bescherten der Allianz einen überraschend starken Jahresstart und der Aktie ein Kursplus von 1,2 Prozent. Um 3 Prozent stieg die Aktie der Deutschen Telekom . Das Wachstum von T-Mobile US , der wichtigsten Sparte des Unternehmens, verhalf dem Mutterkonzern zu einem starken Jahresstart. Zudem wurde die Prognose leicht angehoben.

    Siemens indes pendelten zwischen Gewinnen und Verlusten und gewannen zuletzt 0,7 Prozent. Im Zahlenwerk des Technologiekonzerns gab es Licht und Schatten. Zwar überzeugte er mit seinen Aufträgen im Bereich Rechenzentren, doch in der Industrieautomatisierung blieben die Aufträge dem Analysehaus Jefferies zufolge hinter den zuletzt gestiegenen Investorenerwartungen zurück.

    Im MDax ragten Bilfinger mit 7,8 Prozent Minus als Index-Schlusslicht heraus und Jenoptik als Favorit mit gut 12 Prozent Plus. Der Industriedienstleister Bilfinger bekam im ersten Quartal wegen des Iran-Kriegs die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren und meldete einen rückläufigen Auftragseingang. Die Aktie des Optoelektronik-Unternehmens indes wurde von Anschlusskäufen nach starken Quartalszahlen am Vortag auf ein nächstes Rekordhoch bei knapp unter 44 Euro getrieben./ck/gl/stk

    --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

     

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