DAX-Wert mit 8%-Plus
Merck KGaA hebt Jahresziele an – Aktie springt auf Zweimonatshoch
Merck hebt seine Jahresziele an, das Quartalsergebnis übertrifft die Erwartungen – und die Aktie legt auf einen Schlag um bis zu 8 Prozent zu. Was hinter dem überraschend starken Start ins Jahr steckt.
- Merck hebt Jahresziele an Aktie steigt bis 8 Prozent
- Bereinigtes EBITDA 1,53 Mrd Life Science +8 Prozent
- Mavenclad-Patent gefallen Generika drücken Einnahmen
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Der Darmstädter Technologiekonzern Merck KGaA hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach oben korrigiert und damit die Märkte positiv überrascht. Das bereinigte operative Ergebnis soll 2026 nun zwischen 5,7 und 6,1 Milliarden Euro liegen – die bisherige Prognose hatte noch eine Spanne von 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro vorgesehen. Gleichzeitig erwartet der Konzern beim Umsatz nun zwischen 20,4 und 21,4 Milliarden Euro.
Die Reaktion an der Börse fiel eindeutig aus: Die Merck-Aktie legte am Morgen zeitweise um rund 8 Prozent zu und erreichte damit den höchsten Stand seit zwei Monaten.
Auslöser der Prognoseanhebung ist ein starkes erstes Quartal. Das bereinigte EBITDA lag in den ersten drei Monaten mit rund 1,53 Milliarden Euro gut fünf Prozent über den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Besonders der Bereich Life Science entwickelte sich besser als erwartet: Die Sparte, die Laborausrüstung und Materialien für die biopharmazeutische Produktion herstellt, verzeichnete währungsbereinigt ein Umsatzwachstum von mehr als acht Prozent.
Treiber war unter anderem eine gestiegene Nachfrage nach Produktionsmaterialien für Medikamente – teils auch, weil Kunden angesichts globaler Lieferkettenrisiken gezielt Lagerbestände aufgebaut haben. Auch im Bereich Healthcare trug eine ausgeprägte Kostendisziplin zum Ergebnis bei, während Electronics durch Sondererträge in Höhe von 68 Millionen Euro profitierte.
Schatten wirft dagegen die Entwicklung beim Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad. Der US-Patentschutz ist gefallen, Generika drängen auf den Markt. Merck hatte ursprünglich mit einem Umsatzrückgang bereits ab März gerechnet. Inzwischen wurde dieser Zeitpunkt auf Mai verschoben. Um den drohenden Einnahmeausfall zu kompensieren, setzt der Konzern auf Onkologie-Präparate aus der Übernahme des US-Biotechunternehmens SpringWorks Therapeutics, die im vergangenen Jahr für knapp 4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen wurde.
Die DZ Bank bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 150 Euro. Das sind gemessen am aktuellen Kurs von gut 113 Euro ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Merck Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +6,27 % und einem Kurs von 120,4EUR auf Tradegate (13. Mai 2026, 14:50 Uhr) gehandelt.
