ROUNDUP 2/Nach Ovo-Übernahmeplänen

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    Eon bestätigt Prognosen - Kursplus

    Für Sie zusammengefasst
    • Kalte und nasse Witterung bremste Eons Investitionen
    • Operatives bereinigtes EBITDA stieg auf knapp 3,3 Mrd
    • Übernahme von Ovo soll Gewinn und Barmittel stärken
    ROUNDUP 2/Nach Ovo-Übernahmeplänen - Eon bestätigt Prognosen - Kursplus

    (neu: Kursteil aktualisiert, weitere Analystenstimme, weitere Details sowie Aussagen von Finanzchefin zu Übernahme von Ovo ergänzt)

    ESSEN (dpa-AFX) - Das kalte und nasse Wetter hat die Investitionspläne des Energiekonzerns Eon zu Jahresbeginn gebremst. Weil der Dax-Konzern aber in den vergangenen Jahren bereits viel Geld vor allem in den Netzausbau gesteckt hatte, stieg der operative Gewinn dennoch. Er ist in weiten Teilen an den Ausbau des Energienetzes geknüpft, dessen Betrieb den Löwenanteil zu Eons Ergebnis beiträgt. Die Jahresprognose bestätigten die Essener, ebenso wie die mittelfristigen Ziele bis 2030. Zudem gab Eon einen Einblick in die zu erwartenden Ergebniseffekte aus der geplanten Übernahme des britischen Energieunternehmens Ovo. Das kam an der Börse gut an.

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    Eon nahm in den drei Monaten bis Ende März mit knapp 1,4 Milliarden Euro sieben Prozent weniger Geld in die Hand als ein Jahr zuvor. Die Arbeiten dürften sich in die kommenden Monate verschieben, teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.

    Die Eon-Aktie verteuerte sich am Nachmittag zuletzt um 4,3 Prozent. Das Plus seit Jahresbeginn hat sich damit auf mehr als 17 Prozent vergrößert. Die Quartalszahlen des Energieversorgers hätten die Markterwartungen leicht getoppt, schrieb RBC-Experte Alexander Wheeler. Auch die Analysten vom Bankhaus Metzler lobten den Jahresstart: Eon sei es gelungen, den Gewinn trotz höherer Kosten zu steigern.

    Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber Ebitda) stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Dabei blieb der Ergebnisbeitrag aus dem wichtigen Netzgeschäft quasi stabil. Dem Ausbau des Netzes standen Effekte aus Portfolio-Anpassungen gegenüber, insbesondere aus der Entkonsolidierung einer Regionalbeteiligung in Deutschland sowie dem Verkauf des tschechischen Gasnetz-Geschäfts.

    Eon ist Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Der Konzern zählt im Heimatmarkt rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Erdgaskunden. Fast ein Drittel des Strom-Verteilnetzes gehört zum Unternehmen.

    Auch der Beitrag aus dem Vertriebsgeschäft bewegte sich auf Vorjahresniveau. Derweil legte Eons Geschäft mit Städten, Gemeinden, Gewerbe und Industrie zu, der Bereich steuert allerdings am wenigsten zum Gesamtergebnis bei. Der bereinigte Überschuss verbesserte sich konzernweit um sieben Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro.

    Im Gesamtjahr strebt der Konzern ein operatives Ergebnis von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an, womit es im schlechtesten Fall im Vergleich zu 2025 stabil bliebe. Gleiches gilt für den bereinigten Konzernüberschuss, der bei 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro herauskommen soll.

    Bis 2030 soll das operative Ergebnis dann auf 13 Milliarden und der bereinigte Gewinn auf 3,8 Milliarden Euro zulegen. Zudem stehen für das laufende Jahr 8,7 Milliarden Euro Investitionen im Plan und von 2026 bis 2030 rund 48 Milliarden.

    Bis zum Ende des Jahrzehnts dürften dann auch die finanziellen Auswirkungen sichtbar werden, die der am Montag verkündete Plan einer Übernahme des britischen Energieversorger Ovo nach sich zieht. Finanzchefin Nadia Jakobi konkretisierte am Mittwoch die zu erwartenden Effekte: Sie plant sowohl mit einem positiven Ergebnisbeitrag als auch mit einer Stärkung der Barmittelflüsse.

    Zudem erwartet sie zusätzliche Ertragspotenziale, insbesondere im Geschäft mit Flexibilitätslösungen. Dazu zählen etwa die sogenannten Smart Meter. Dabei handelt es sich um intelligente Messysteme zur Ermittlung und kosteneffizienteren Steuerung des Stromverbrauchs, die in Großbritannien weit verbreitet sind.

    Konkret stellte die Managerin am Mittwoch durch den Zusammenschluss von Ovo und dem britischen Geschäft von Eon im Jahr 2030 einen Beitrag zum bereinigten operativen Konzerngewinn im niedrigen dreistelligen Millionen Euro-Bereich in Aussicht. Beim bereinigten Konzernüberschuss liege dieser im hohen zweistelligen Millionen Euro-Bereich.

    Nach erfolgter Genehmigung will Jakobi den Fokus neben der Integration von Ovo darauf legen, dass die Geschäfte störungsfrei weiterlaufen. Es gehe nicht nur darum, ein neues integriertes Geschäft zu formen. "Genauso wichtig ist, dass die Kunden beider Unternehmen bei uns bleiben und uns weiterhin vertrauen", sagte die Managerin der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch. Beide Aspekte seien sorgfältig analysiert worden, und Eon bereite sich im britischen Geschäft gerade intensiv darauf vor.

    "Kunden bleiben dann bei uns, wenn die Leistung stimmt, beim Produktportfolio und beim Service." Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Kunden von Ovo von der Qualität des Eon-Kundenservices genauso profitierten wie von der regulatorischen Sicherheit.

    Eon hatte die Übernahme von Ovo zu Wochenbeginn verkündet. Ein Abschluss der Transaktion wird im zweiten Halbjahr 2026 erwartet, sofern die Behörden zustimmen. Ovo hatte in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren und brauchte zuletzt dringend Geld, um die regulatorischen Mindeststandards einzuhalten./lew/tav/stk

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    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur E.ON Aktie

    Die E.ON Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,08 % und einem Kurs von 24.034 auf Ariva Indikation (13. Mai 2026, 14:54 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der E.ON Aktie um +2,12 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +2,84 %.

    Die Marktkapitalisierung von E.ON bezifferte sich zuletzt auf 47,81 Mrd..







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