Schock-Wette
Selbst Bitcoin-Ultrabullen wetten plötzlich auf den großen Shakeout
Michael Terpin, der "Pate der Kryptowährungen", setzt plötzlich auf fallende Kurse – und hält trotzdem am Traum vom 1-Millionen-Dollar-Bitcoin fest.
- Terpin rechnet kurzfristig mit Kursrückgängen
- Langfristiges Ziel Bitcoin bei 1 Million Dollar
- Warnt vor gezielten Verkaufsstrategien und Dumps
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Der bekannte Krypto-Investor Michael Terpin, den CNBC einst als "Paten der Kryptowährungen" bezeichnete, hält weiter an seinem Kursziel von 1 Million US-Dollar für Bitcoin fest. Kurzfristig erwartet der Gründer von Transform Ventures jedoch zunächst einen heftigen Rücksetzer. Terpin geht davon aus, dass Bitcoin vor dem nächsten großen Bullenmarkt noch einmal deutlich unter Druck geraten könnte.
Terpin erklärte in einem Podcast mit David Lin, dass er aktuell sogar auf fallende Kurse setzt. Alles, was Anleger derzeit oberhalb von 80.000 US-Dollar verkaufen könnten, lasse sich seiner Einschätzung nach möglicherweise später im Bereich zwischen 50.000 und 60.000 US-Dollar zurückkaufen. Als mögliches Tief nennt er den gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt von Bitcoin bei rund 60.000 US-Dollar. Im Extremfall könne der Kurs sogar zwischen 48.000 und 55.000 US-Dollar landen.
Trotz seiner kurzfristig pessimistischen Einschätzung hält Terpin an seiner langfristigen Prognose fest. Bis 2033 sieht er Bitcoin bei 1 Million US-Dollar. Grundlage dafür seien vor allem die zunehmende Geldschöpfung, die weltweit steigenden Staatsschulden sowie das schwindende Vertrauen vieler Anleger in klassische Fiat-Währungen.
Besonders interessant: Terpin glaubt weiterhin an den historischen Vierjahreszyklus von Bitcoin. Er argumentiert, dass die sogenannten Halvings – also die regelmäßige Halbierung der Mining-Belohnung – bewusst mit den US-Wahlzyklen zusammengelegt worden seien. Demnach könnte sich der Markt zunächst weiter abschwächen, bevor im Vorfeld der nächsten US-Präsidentschaftswahl 2028 ein neuer großer Krypto-Bullenmarkt startet.
Als wichtige Stütze für den Markt sieht Terpin inzwischen die aggressive Bitcoin-Strategie von Strategy rund um Michael Saylor. Die massiven Käufe institutioneller Investoren sowie Spot-ETFs könnten laut Terpin verhindern, dass Bitcoin noch einmal unter die Marke von 40.000 US-Dollar fällt.
Gleichzeitig warnte der Investor vor zunehmender Marktmanipulation durch große Handelsfirmen. Besonders kritisierte er systematische Verkaufsstrategien, die gezielt Liquidationen bei Privatanlegern auslösen sollen. In der Kryptoszene werde dies teilweise bereits als "10-Uhr-Dump" bezeichnet.
Auch das Thema künstliche Intelligenz spielt für Terpin eine immer größere Rolle. Zwar sieht er keine direkte Gefahr für Bitcoin selbst, langfristig könnten KI-Systeme jedoch Schwachstellen bei
Ethereum-Smart-Contracts ausnutzen. Noch überraschender: Der Investor glaubt sogar, dass sogenannte KI-Token Bitcoin in den kommenden drei Jahren outperformen könnten.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

