China-Aktien schießen hoch!
Jensen Huang mit an Bord: Trumps Joker für die Peking-Reise
Nvidia-CEO Jensen Huang reist mit Donald Trump nach Peking und verlangt von Chinas Präsident Xi offene Märkte. Chinesische KI-Aktien schießen in die Höhe. Was steckt dahinter?
- Huang fliegt mit Trump nach Peking fordert Öffnung
- KI-Aktien wie MiniMax +18% und Zhipu +37% im Kurs
- H200-Lizenzen erlaubt, China muss Einfuhr zustimmen
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Nvidias Chef Jensen Huang war eigentlich nicht auf der Gästeliste. Dann rief Donald Trump an. Kurzerhand stieg Huang zur Air Force One dazu, die für einen Zwischenstopp in Alaska pausierte, und flog mit US-Präsident Trump nach Peking. Mit dabei: ein Tross hochrangiger amerikanischer Unternehmenslenker, die auf Fortschritte im Chinageschäft hoffen. Die Nachricht schlug an den Börsen unmittelbar ein.
Aktien chinesischer KI-Entwickler wie MiniMax und Zhipu stiegen am Mittwoch um rund 18 beziehungsweise 37 Prozent, wie Bloomberg berichtete. Anleger setzen darauf, dass Huangs Anwesenheit in Peking neue Türen für den Verkauf leistungsstarker Nvidia-Chips an chinesische Kunden öffnen könnte. Denn genau das ist seit Monaten der Knackpunkt: Die USA hatten Exportbeschränkungen für fortgeschrittene Halbleiter verhängt, Nvidia kämpft daher ums Chinageschäft.
Trump ließ keinen Zweifel daran, was seine erste Ansage beim Gipfeltreffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping sein würde: Er werde China auffordern, sich für amerikanische Unternehmen zu öffnen, schrieb er vorab auf Truth Social. Chinas Außenministerium signalisierte seinerseits Gesprächsbereitschaft und betonte die Bereitschaft, "Kooperation auszuweiten und Differenzen zu managen".
Nvidia hatte in den USA bereits grünes Licht für Exporte seines H200-Chips bekommen, zuletzt im Dezember 2024 und erneut im Frühjahr 2026, als Washington Lizenzen für "viele Kunden" in China ausstellte. Das eigentliche Nadelöhr liegt seitdem in Peking: Die chinesische Regierung muss die Einfuhr billigen. Gleichzeitig verfolgt Peking das strategische Ziel der Halbleiter-Eigenversorgung und fördert heimische Anbieter wie Huawei massiv. Nvidia-Chips der Vorgängergeneration H20 hatte China vergangenes Jahr schlicht abgelehnt.
Zhipu hat vom Stimmungsumschwung besonders stark profitiert: Die Aktie erreichte ein Rekordhoch und summiert ihre Gewinne seit dem Börsenstart im Januar auf knapp 900 Prozent. Einen Zusatzschub lieferte die Einordnung auf einer Branchenplattform, die Zhipus Modell auf Rang fünf global einstuft, direkt hinter Systemen von Anthropic und OpenAI. Zudem gilt es als das beste quelloffene Modell weltweit, während die US-Konkurrenz auf geschlossene Systeme setzt.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

