Kassen

    161 Aufrufe 161 0 Kommentare 0 Kommentare

    Für Patienten jetzt kein Cent Belastung mehr

    Für Sie zusammengefasst
    • Krankenkassen warnen vor Belastungen für Patienten
    • Warken plant Entlastung und Ausgabenbremsen 2027
    • Verband fordert keine Verschiebung der Reform
    Kassen - Für Patienten jetzt kein Cent Belastung mehr

    BERLIN (dpa-AFX) - Die gesetzlichen Krankenkassen warnen beim Sparpaket für die Gesundheitsausgaben vor Verzögerungen und Verschiebungen zulasten der Patienten. Der Chef des Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Versicherten und Arbeitgeber sind genug belastet." Daher gebe es für ihn eine klare rote Linie: "Kein Cent mehr Belastung für Patientinnen und Patienten als in der aktuellen Fassung des Gesetzes vorgesehen." Ein Aufschieben der Reform sei keine Option. "Jetzt muss die Ministerin Kurs halten, auch wenn der Druck von allen Seiten enorm ist."

    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Kassen mit dem vom Kabinett auf den Weg gebrachten Paket 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten. Das soll ein erwartetes Defizit von 15,3 Milliarden Euro decken und erneute Anhebungen der Zusatzbeiträge verhindern. Geplant sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Der Entwurf kommt nun zu den Beratungen in den Bundestag.

    Ärzte für Aufschub der Gesetzespläne

    Blatt sagte: "Wenn ich die Rufe nach einer Verschiebung der Reform höre, dann klingeln bei mir die Alarmglocken." Denn wer danach rufe, wolle ja nicht einfach nur, dass die Reform später beschlossen werde, sondern sie zu seinen Gunsten ändern. Verschoben worden sei in den vergangenen Jahren auch beileibe genug. Ärztepräsident Klaus Reinhardt hatte beim Deutschen Ärztetag in Hannover einen Aufschub der Gesetzespläne für grundlegende Änderungen gefordert. Er bat Warken, die Reform noch einmal auf "Hold" zu stellen.

    Verbandschef Blatt mahnte, diese Reform sei so notwendig wie nie, um die Finanzierung zumindest für die nächsten zwei bis drei Jahre zu stabilisieren. An der Reform sei sicher nicht alles perfekt. "Aber wer irgendwo weniger sparen möchte, muss auch sagen, wo das Geld stattdessen herkommen soll." Jedem müsse klar sein: "Mit jeder Milliarde, die weniger eingespart wird, rückt der Zeitpunkt der nächsten Beitragssatzerhöhung wieder näher."

    Zusatzbeiträge gestiegen

    Zum Start ins Jahr waren die Zusatzbeiträge, die die Kassen jeweils für sich festlegen, für Millionen Versicherte weiter gestiegen - trotz eines ersten kleinen Sparpakets der Koalition. Das Ministerium hatte den durchschnittlichen Zusatzbeitrag als Orientierungsmarke für 2026 auf 2,9 Prozent festgelegt. Tatsächlich liegen die Zusatzbeiträge nach Kassendaten aktuell im Schnitt bei 3,13 Prozent. Zum Gesamtbeitrag, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, gehört außerdem der allgemeine Satz von 14,6 Prozent des Bruttolohns.

    Blatt mahnte eine grundsätzliche Akzeptanz dringend nötiger Sparmaßnahmen bei allen Akteuren im Gesundheitswesen an. "Stabile Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung müssten auch im Interesse der Ärzte, Kliniken und der Pharmaunternehmen sein, denn aus den Krankenkassenbeiträgen werden Vergütungen, Honorare und Medikamente bezahlt."/sam/DP/jha







    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen
    Verfasst von dpa-AFX
    Kassen Für Patienten jetzt kein Cent Belastung mehr Die gesetzlichen Krankenkassen warnen beim Sparpaket für die Gesundheitsausgaben vor Verzögerungen und Verschiebungen zulasten der Patienten. Der Chef des Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Versicherten und …

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero