Treffen in Peking
Trump und Xi Jinping auf Kuschelkurs: Was sind die Ergebnisse?
Wenig offizielle Ergebnisse sind bis jetzt bekannt zu dem Treffen zwischen Trump Xi. Was auffällt: Beide üben sich in Harmonie.
- Trump und Xi zeigen Harmonie bei Treffen und Deals
- Einigkeit über Iran und Öffnung der Straße von Hormus
- China will strategische Stabilität und große Käufe
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
"Wir haben einige fantastische Handelsabkommen geschlossen, die für beide Länder großartig sind", sagte US-Präsdent Donald Trump am Freitag in Peking.
Details zum Mittagessen der beiden Staatschefs sind derweil bekannter, als Einzelheiten zu den Gesprächen: Am Mittwoch gab es Hummer in Tomatensuppe, knusprige Beef Ribs, Pekingente, langsam gegarter Lachs mit Senfsauce, geschmortes Saison-Gemüse und gebratene Schweinefleisch-Buns, als Dessert Tiramisu und Eiscreme. Am Donnerstag Kung Pao Chicken, Jakobsmuscheln und geschmortes Gemüse, als Nachtisch Brownies.
Was lässt sich an der Aufzählung der Köstlichkeiten ablesen? China kommt Trump kulinarisch entgegen, besonders beim Nachtisch.
Beide sind sich einig: Straße von Hormus muss geöffnet werden
Vielleicht nicht in den Details, doch zumindest nach Außen, zeigte man sich auch einig zu der Frage, dass im Iran-Krieg Frieden einkehren müsse und das Land über keine Atomwaffen verfügen dürfe.
In Zhongnanhai sagte Trump am Donnerstag, die Staatschefs hätten über den Iran gesprochen und seien sich in dieser Frage "sehr ähnlich".
Von der US-Seite hieß es, es sei der gemeinsame Wunsch der Staats- und Regierungschefs, die Straße von Hormus vor der Küste Irans wieder zu öffnen.
China will "strategische Stabilität" beider Länder
Laut chinesischen staatlichen Medien erklärte Xi, die USA und China hätten sich auf "strategische Stabilität" als Rahmen für die nächsten drei Jahre geeinigt. Bereits am Mittwoch sagte Xi, "stabile Beziehungen zwischen China und den USA kommen der ganzen Welt zugute."
Trump sagte in einem Interview mit Fox News, China habe zugestimmt, US-Öl zu kaufen und 200 Flugzeuge von Boeing zu erwerben.
Laut Reuters gaben zudem US-Beamte an, dass sie auch Abkommen über den Verkauf von Agrarprodukten, Rindfleisch und Energie an China vereinbart hätten. Die USA hätten zudem Verkäufe von Nvidia-H200-Chips an etwa zehn chinesische Firmen genehmigt, u.a. an Alibaba, Tencent und ByteDance.
Ein größerer, umfassender Deal in der Chip-Frage bleibt damit aus: Die Aktien von Nvidia waren während der Reise Trumps auf ein Alltime-High gestiegen, da der CEO Nvidias, Jensen Huang, mit von der Partie war.
Auch wenn wenige Details zu den Deals ans Tageslicht kamen, so betonen die USA und China Einigkeit und Deeskalation: ein gutes Zeichen für die Märkte und die Welt.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

