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    Airbus- und Boeing-Flotten wachsen: Der 93-Mrd.-Dollar-Aftermarket im Focus von FACC und Safran

    Airbus- und Boeing-Flotten wachsen: Der 93-Mrd.-Dollar-Aftermarket im Focus von FACC und Safran

    Die globale Luftfahrtindustrie befindet sich nach den pandemiebedingten Einbrüchen wieder in einer Phase steigender Produktionsraten. Airbus (ISIN: NL0000235190) und Boeing (ISIN: US0970231058) arbeiten an höheren Auslieferungszahlen. Weltweit modernisieren und erweitern Airlines zudem ihre Flotten.

    Mit jedem zusätzlichen Flugzeug wächst gleichzeitig ein zweiter Markt: Wartung, Reparatur und Ersatzteile. Genau dieser sogenannte Aftermarket entwickelt sich derzeit zu einem wichtigen Wachstumstreiber der Branche.

    Nach Angaben von Fortune Business Insights wurde der weltweite Markt für Flugzeug-Ersatzteile 2024 auf 48,71 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2032 soll das Volumen auf 93,52 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8 %.

    Die wachsende Flugzeugflotte erhöht den Bedarf an Wartung und Ersatzteilen

    Hintergrund dieser Entwicklung ist vor allem die steigende Zahl aktiver Verkehrsflugzeuge. Die aktuelle Global Market Forecast von Airbus geht von einer Steigerung der Flotte von 24.730 Flugzeugen in 2024 auf 49.210 Flugzeugen in 2044 aus. Das entspricht einer absoluten Erhöhung von ca. 24.480 Flugzeugen.

    Mit jedem neu ausgelieferten Flugzeug steigt langfristig auch der Bedarf an Wartung, Reparaturen und dem Austausch einzelner Komponenten. Davon profitieren Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette – von Triebwerksherstellern über Kabinenausrüster bis hin zu Spezialisten für Struktur- und Leichtbauteile.

    Besonders Nordamerika gilt weiterhin als wichtiger Markt. Laut Fortune Business Insights lag der Marktanteil der Region zuletzt bei über 33 %. Unterstützt wird dies durch die hohe Konzentration großer Hersteller sowie umfangreiche Wartungs- und Reparaturkapazitäten.

    Boeing arbeitet am Produktionshochlauf und stabilisiert seine Lieferketten

    Parallel dazu konzentriert sich Boeing auf die Stabilisierung seiner Produktion und Lieferketten. Nach mehreren Jahren mit Unterbrechungen in einzelnen Programmen steht insbesondere der Hochlauf der 737-MAX-Produktion im Mittelpunkt.

    Der US-Flugzeugbauer verweist in seinen Marktprognosen auf den langfristig steigenden Bedarf an Verkehrsflugzeugen. Bis 2044 erwartet Boeing weltweit einen Bedarf von mehreren zehntausend neuen Flugzeugen – sowohl als Ersatz älterer Maschinen als auch durch das Wachstum des weltweiten Luftverkehrs.

    Für Zulieferer und Aftermarket-Anbieter bedeutet das vor allem eines: Mit steigenden Produktionszahlen wächst gleichzeitig der zukünftige Bedarf an Wartung, Ersatzteilen und Modernisierung bestehender Flotten.

    Safran baut das margenstarke Servicegeschäft rund um Flugzeugtriebwerke aus

    Zu den wichtigsten Unternehmen im globalen Luftfahrt-Aftermarket zählt Safran (ISIN: FR0000073272). Der französische Technologiekonzern ist unter anderem in den Bereichen Triebwerke, Kabinensysteme und Wartungsdienstleistungen aktiv.

    Eine zentrale Rolle spielt dabei das Servicegeschäft rund um Flugzeugtriebwerke. Gemeinsam mit GE Aerospace produziert Safran die LEAP-Triebwerke für die Airbus-A320neo- sowie Boeing-737-MAX-Familien. Jedes neue Flugzeug mit einem solchen Triebwerk muss gewartet werden und benötigt gelegentlich Ersatzteile.

    Zuletzt hob Safran zudem seine Jahresprognose an und verwies auf die weiterhin hohe Nachfrage im zivilen Luftfahrtgeschäft. Analysten sehen insbesondere die langfristig planbaren Serviceumsätze als wichtigen Stabilitätsfaktor des Konzerns.

    FACC verbindet Leichtbau-Kompetenz mit langfristigen Flugzeugprogrammen

    Die österreichische FACC AG (ISIN: AT00000FACC2) ist auf Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und wartet unter anderem Triebwerksverkleidungen, Kabinenmodule, Spoiler, Winglets sowie Strukturbauteile für internationale Flugzeugprogramme.

    Mit steigenden Produktionsraten bei Airbus und Boeing wächst auch die Nachfrage nach effizienten Leichtbaulösungen. Moderne Verbundwerkstoffe reduzieren das Gewicht von Flugzeugen und tragen dazu bei, Treibstoffverbrauch sowie Emissionen zu senken.

    FACC ist in mehreren Langfristprogrammen der Luftfahrtindustrie vertreten. Gerade in der Luftfahrt gelten qualifizierte Zulieferer häufig über viele Jahre als gesetzt, da Zertifizierung und Austausch bestehender Lieferanten komplex und zeitintensiv sind.

    U.a. die Analysten von Oddo BHF sehen FACC weiterhin gut im Umfeld steigender Produktionsraten positioniert. Sie gehen dank steigender Produktionsraten der großen Flugzeugbauer von zweistelligen Wachstumsraten bis zum Jahre 2028 aus.

    Der Luftfahrt-Aftermarket entwickelt sich zu einem eigenständigen Wachstumstreiber

    Neben den klassischen Flugzeugauslieferungen bleiben auch Ersatzteile im Aftermarket ein wichtiges Standbein für Hersteller von Flugzeugteilen. Je größer die weltweite Flugzeugflotte wird, desto wichtiger werden Wartung, Ersatzteile und Modernisierung bestehender Maschinen.

    Davon profitieren unterschiedliche Bereiche der Industrie – von Triebwerksherstellern über Strukturzulieferer bis hin zu Spezialisten für Kabinen- und Leichtbautechnologien. Unternehmen wie Safran und FACC sind jeweils in unterschiedlichen Teilen dieser Wertschöpfungskette positioniert.

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    FACC 
    ISIN: AT00000FACC2 
    WKN: A1147K 
    https://www.facc.com

    Quelle   
    Fortune Business Insights – Aircraft Aftermarket Parts Market 
    Airbus Global Market Forecast 
    Analysten zu FACC: „Wachstumspotenzial im aktuellen Kurs nicht angemessen berücksichtigt“ | boerse-social.com 

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