Rotes Wochenende
Kryptomarkt bricht ein: Nahost-Spannungen treffen Bitcoin und Ethereum
Geopolitische Spannungen und neue Zinssorgen schicken den Kryptomarkt auf Talfahrt und lassen Bitcoin dabei unter 77.000 US-Dollar fallen.
- Geopolitik und Zinsangst treiben Bitcoin tief
- Bitcoin-ETFs meldeten rund 1 Mrd US-Dollar Abfluss
- Märkte warten auf Nvidia Quartalszahlen und US-PPI
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Der Kryptomarkt startet mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche. Anleger reagieren nervös auf geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran, steigende Ölpreise sowie wachsende Sorgen über anhaltend hohe Inflation und länger hohe US-Zinsen.
Bitcoin notiert zuletzt bei rund 76.940 US-Dollar und damit 1,5 Prozent niedriger als noch vor 24 Stunden. Auf Wochensicht summiert sich das Minus inzwischen auf mehr als 4,8 Prozent. Noch härter trifft es Ethereum: Die zweitgrößte Kryptowährung verliert rund 3 Prozent auf 2.122 US-Dollar und liegt damit mehr als 9 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche.
Solana zählt mit einem Wochenverlust von über 10 Prozent zu den größten Verlierern unter den führenden Kryptowährungen. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes sinkt um rund 1,45 Prozent auf 2,56 Billionen US-Dollar.
Trump-Drohungen gegen Iran
Auslöser der jüngsten Verkaufswelle sind vor allem geopolitische Risiken. US-Präsident Donald Trump verschärfte am Wochenende den Ton gegenüber Iran und drohte auf seiner Plattform Truth Social mit militärischen Konsequenzen, sollte es keine Fortschritte bei einem möglichen Friedensabkommen geben.
Damit wächst zugleich der Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve. Marktteilnehmer rechnen inzwischen kaum noch mit kurzfristigen Zinssenkungen. Auf der Wettplattform Polymarket sehen Händler die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen im Juni bei 98 Prozent und im Juli bei 94 Prozent.
Milliardenabflüsse aus Bitcoin-ETFs
Zusätzlichen Gegenwind liefert die institutionelle Investorenseite. Laut Daten von SoSoValue verzeichneten Bitcoin-ETFs in der Woche bis zum 17. Mai Nettoabflüsse von rund einer Milliarde US-Dollar. Damit endet eine Serie von sechs aufeinanderfolgenden Wochen mit Kapitalzuflüssen.
Nvidia-Zahlen und US-Inflationsdaten
In den kommenden Tagen richten sich die Blicke der Märkte nun auf mehrere potenzielle Kurstreiber. Besonders wichtig werden die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch.
Ebenfalls entscheidend dürften die anstehenden US-Erzeugerpreise (PPI) am Donnerstag werden.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

