Nahost-Krise
Ölpreis auf Zwei-Wochen-Hoch – Trump droht dem Iran
Die Angst vor einer Eskalation zwischen den USA und Iran durch Trumps-Drohung sowie neue Drohnenangriffe lassen die Ölpreise weiter steigen.
- Ölpreise steigen weiter durch Trumps Drohungen
- Drohnenangriffe treffen Energieinfrastruktur am Golf
- Anleger fürchten Inflation und anhaltend hohe Zinsen
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Die internationalen Ölmärkte starten mit kräftigen Kursaufschlägen in die Woche. Auslöser sind neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump den Druck auf Iran massiv erhöht und vor "schwindender Zeit" für eine Einigung gewarnt hat. Gleichzeitig sorgen Drohnenangriffe auf kritische Infrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien für wachsende Nervosität an den Rohstoffmärkten.
Brent stieg am Montagfrüh auf über 112 US-Dollar je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang Mai. US-Rohöl WTI kletterte auf mehr als 108 US-Dollar je Barrel und markierte ein Monatshoch. Bereits in der vergangenen Woche hatten beide Kontrakte um mehr als sieben Prozent zugelegt.
Trump droht dem Iran
Besonders die jüngsten Aussagen Trumps sorgen an den Märkten für Unruhe. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb der US-Präsident am Sonntag:
"Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser beeilen – SCHNELL –, sonst wird nichts mehr von ihnen übrig sein. DIE ZEIT DRÄNGT!"
Laut einem Bericht von Axios will Trump bereits am Dienstag mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern über mögliche militärische Schritte beraten.
Drohnenangriffe verschärfen Lage am Golf
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch neue Angriffe auf Energie- und Sicherheitsinfrastruktur am Persischen Golf.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde das Atomkraftwerk Barakah Ziel eines Drohnenangriffs. Emiratische Behörden kündigten eine umfassende Untersuchung an und erklärten, man behalte sich das Recht auf eine "angemessene Antwort auf terroristische Angriffe" vor.
Saudi-Arabien meldete unterdessen, drei Drohnen abgefangen zu haben, die aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien.
Anleger fürchten dauerhaft hohe Inflation
Mit dem steigenden Ölpreis wächst zugleich die Sorge vor neuen Inflationsschüben und länger hohen Zinsen.
Jason Schenker, Chefökonom von Prestige Economics, warnt vor nachhaltigen Schäden für die Weltwirtschaft: "Je länger der Konflikt mit Iran andauert, desto größer wird das Risiko dauerhafter Verwerfungen am Ölmarkt."
Höhere Energiepreise könnten die Inflation erneut anheizen und Zentralbanken dazu zwingen, ihre Zinspolitik länger restriktiv zu halten.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

