Wall Streets bester Makro-Man
Sandisk neu gekauft: David Tepper stutzt Alibaba brutal – Airlines fliegen raus
Einer der aggressivsten Wall-Street-Investoren hat Airlines komplett verkauft und Milliarden in Amazon, Chips, Strombedarf und Rechenzentren umgeschichtet.
- Appaloosa verkauft komplette Airline-Beteiligungen
- Beteiligung an Amazon auf rund 900 Millionen erhöht
- Käufe in Halbleitern und Rechenzentren ausgeweitet
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Der milliardenschwere Hedgefondsmanager David Tepper hat sein Portfolio im ersten Quartal kräftig umgebaut und den Gesamtwert seiner Beteiligungen laut aktueller 13F-Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC um fast eine Milliarde US-Dollar auf knapp unter sechs Milliarden US-Dollar reduziert. Besonders auffällig: Appaloosa Management trennte sich von großen Teilen seines China- und Airline-Exposures, während gleichzeitig die Wetten auf KI- und Infrastrukturthemen deutlich ausgebaut wurden.
Größter Gewinner im Portfolio ist Amazon. Appaloosa stockte die Beteiligung um rund 2,1 Millionen Aktien beziehungsweise 98 Prozent auf. Der Wert der Position stieg damit auf rund 900 Millionen US-Dollar, wodurch Amazon Ende März zur größten Einzelbeteiligung des Fonds aufstieg. Auch bei Uber griff Tepper massiv zu und erhöhte seine Beteiligung um 242 Prozent auf insgesamt rund 455 Millionen US-Dollar. Neue Positionen baute der Fonds zudem beim Flash-Speicherhersteller Sandisk auf, dessen Beteiligung Ende März rund 179 Millionen US-Dollar wert war.
Daneben verstärkte Appaloosa seine Positionen bei Taiwan Semiconductor, Micron Technology, Vistra Energy sowie dem iShares MSCI South Korea ETF. Die Zukäufe unterstreichen Teppers Fokus auf die KI-Rallye und deren Nebeneffekte – von Halbleitern über Cloud-Infrastruktur bis hin zum steigenden Strombedarf von Rechenzentren.
Gleichzeitig kappte der Hedgefonds mehrere große Engagements. Besonders drastisch fiel der Rückzug bei Alibaba aus: Die Beteiligung wurde laut Meldung von rund 5,1 Millionen Aktien auf nur noch 3,5 Millionen Aktien reduziert. Auch Positionen bei Microsoft, Alphabet und Nvidia wurden verkleinert.
Komplett verabschiedete sich Appaloosa zudem aus dem Airline-Sektor. Der Fonds verkaufte sämtliche Beteiligungen an American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines. Allein die Position bei
American Airlines umfasste zuvor rund 14,1 Millionen Aktien im Wert von etwa 217 Millionen US-Dollar. Hintergrund dürften steigende Treibstoffkosten und Sorgen über sinkende Margen im Zuge des
Iran-Konflikts sein.
Tepper gilt an der Wall Street seit Jahren als einer der aggressivsten Makro- und Technologieinvestoren. Seine Positionierungen rund um den KI-Boom werden von Anlegern deshalb besonders genau verfolgt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

