Britische Großbank

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    Standard Chartered greift durch: Tausende Jobs wackeln für mehr Rendite

    Standard Chartered plant einen harten Sparkurs: Mehr als 15 % der Stellen in zentralen Konzernfunktionen sollen wegfallen. Das Ziel ist deutlich höhere Renditen. Bei den Anlegern kommt das gut an: Die Aktie legt zu.

    Britische Großbank - Standard Chartered greift durch: Tausende Jobs wackeln für mehr Rendite

    Standard Chartered zieht die Daumenschrauben an. Die britische Großbank will bis 2030 mehr als 15 Prozent der Stellen in ihren Unternehmensfunktionen streichen und damit ihre Profitabilität spürbar steigern. Zuerst hatte darüber der US-Nachrichtensender CNBC berichtet.

    Von den Einsparungen sind Bereiche wie Personal, Unternehmenskommunikation und Lieferkettenmanagement betroffen. Von den rund 82.000 Beschäftigten arbeiten laut Geschäftsbericht etwa 52.000 in unterstützenden Funktionen. Wie viele Jobs konkret wegfallen werden, ließ die Bank offen.

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    Der Umbau folgt auf starke Zahlen: Zuletzt hatte Standard Chartered einen Gewinnanstieg von 17 Prozent gemeldet. Besonders das Geschäft mit Vermögenslösungen, globalem Banking und Kapitalmarkttransaktionen legte zu. Gleichzeitig belastete eine Rückstellung von 190 Millionen US-Dollar die Bilanz, die auf erwarteten Verlusten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt beruht.

    Nun soll der nächste Renditeschub folgen. Die Bank will den Ertrag je Mitarbeiter bis 2028 um rund 20 Prozent steigern. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital soll bis 2028 auf 15 Prozent und bis 2030 auf etwa 18 Prozent steigen.

    Standard Chartered setzt dabei weiterhin auf Wachstum in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Rund sechs Prozent der Erlöse stammen aus der Region Nahost. Erst kürzlich kündigte die Bank gemeinsam mit der International Finance Corporation ein neues Finanzierungsprogramm für Lieferketten in Afrika an, das bis zu 300 Millionen US-Dollar umfassen soll.

    An der Börse kommt diese härtere Linie gut an. Die in Hongkong gehandelten Aktien legten am Dienstag zeitweise um mehr als zwei Prozent zu. Jefferies hält die neuen Ziele für erreichbar und bleibt bei der Kaufempfehlung. Das Kursziel für die Londoner Aktie liegt bei 2.250 Pence und damit deutlich über dem letzten Schlusskurs von 1.921,50 Pence.


    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Standard Chartered Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 22,30EUR auf Lang & Schwarz (19. Mai 2026, 07:03 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurFerdinand Hammer
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