Berlin pumpt weiter Milliarden
2.030 neue Militär-Lkw: Rheinmetall-Aktie bekommt plötzlich wieder Momentum
Nach dem heftigen Rücksetzer zieht die Rheinmetall-Aktie wieder an. Rückenwind liefern ein geplanter Milliardenauftrag der Bundeswehr und eine neue Kaufempfehlung der Citigroup.
- Bundeswehr bestellt 2.030 Lkw für über 1 Mrd €
- Aktie von Rheinmetall steigt deutlich an der Börse
- Citigroup empfiehlt Kauf trotz geopolitischer Risiken
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Die Bundeswehr plant einen milliardenschweren Großauftrag für den Rüstungskonzern Rheinmetall. Laut einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestags sollen insgesamt 2.030 Lastkraftwagen für etwas mehr als eine Milliarde Euro bestellt werden. Die Fahrzeuge sollen von der Rheinmetall-Tochter Rheinmetall MAN Military Vehicles geliefert werden. Die Auslieferung soll bereits bis November 2026 abgeschlossen sein.
Mit den neuen Fahrzeugen will die Bundeswehr ihre Transportkapazitäten sowie die Mobilität der Truppe für die Landes- und Bündnisverteidigung stärken. Die Bestellung ist Teil eines bestehenden Rahmenvertrags über insgesamt bis zu 6.500 Fahrzeuge. Bisher wurden daraus knapp 1.400 Fahrzeuge abgerufen. Allein die Nutzungskosten für die nun geplante Bestellung werden über die kommenden 15 Jahre ebenfalls auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt.
An der Börse sorgten die Nachrichten für Rückenwind bei den zuletzt stark unter Druck geratenen Rheinmetall-Aktien. Nachdem die Papiere zuletzt nahe der Marke von 1.100 Euro auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen waren, legten sie am Montag um 4,6 Prozent zu und führten damit den DAX an. Auch am Dienstag sind die Vorzeichen grün.
Unterstützung kam zusätzlich von der US-Bank Citigroup, die die Aktie wieder zum Kauf empfahl. Analyst Charles Armitage argumentierte, die jüngsten Kursverluste im europäischen Rüstungssektor seien vor allem durch Hoffnungen auf ein mögliches Friedensabkommen in der Ukraine sowie Sorgen über die Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben ausgelöst worden. Beide Argumente seien zwar nachvollziehbar, seiner Ansicht nach aber übertrieben.
Armitage sieht Russland selbst im Fall eines möglichen Kriegsendes in der Ukraine weiterhin als Bedrohung für Europa. Länder wie Deutschland und Schweden könnten ihre Verschuldung erhöhen, um steigende Verteidigungsausgaben zu finanzieren, während andere Staaten deutlich weniger Spielraum hätten. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt: Russland und die Ukraine überzogen sich zuletzt erneut massiv mit Luft- und Drohnenangriffen, nachdem Hoffnungen auf eine Waffenruhe aufgekommen waren.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

