Altman droht neuer Ärger
Gericht stärkt OpenAI – Musk spricht von "gestohlener Wohltätigkeit"
Elon Musk verliert vor Gericht gegen OpenAI. Doch der Tesla-Chef kündigt sofort Berufung an – und greift Sam Altman erneut scharf an.
- Gericht kippt Musks Klage gegen OpenAI wegen Verjährung
- Musk kündigt Berufung an und attackiert Altman scharf
- Urteil stärkt OpenAI für möglichen Börsengang
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Im Streit um die Zukunft von OpenAI hat Elon Musk vor einem Gericht in Kalifornien eine Niederlage erlitten. Eine Jury in Oakland entschied, dass OpenAI-Chef Sam Altman und Präsident Greg Brockman nicht haftbar sind. Ausschlaggebend war laut Barron’s die Verjährungsfrist: Musks Klage wurde zu spät eingereicht.
Musk hatte Altman, Brockman, OpenAI und Microsoft vorgeworfen, aus einer ursprünglich gemeinnützigen Organisation ein profitorientiertes Unternehmen gemacht zu haben. Der Tesla-Chef erklärte, er habe OpenAI nur unterstützt, weil das Projekt dauerhaft als Non-Profit gedacht gewesen sei.
Richterin Yvonne Gonzalez Rogers bestätigte das Urteil der Jury, berichtete Yahoo Finance.
Musk spricht von "gestohlener Wohltätigkeit"
Nach dem Urteil kündigte Musk umgehend Berufung an. Auf seiner Plattform X schrieb er : "Für jeden, der den Fall genau verfolgt, steht außer Frage, dass Altman & Brockman sich tatsächlich durch den Diebstahl von Spendengeldern bereichert haben. Die einzige Frage ist, WANN sie das getan haben!"
Regarding the OpenAI case, the judge & jury never actually ruled on the merits of the case, just on a calendar technicality.
— Elon Musk (@elonmusk) May 18, 2026
There is no question to anyone following the case in detail that Altman & Brockman did in fact enrich themselves by stealing a charity. The only question…
Außerdem bezeichnete Musk das Urteil als "kalendarische Formalität" und nicht als Entscheidung über die eigentlichen Vorwürfe.
Während des dreiwöchigen Prozesses versuchten Musks Anwälte laut dem Wall Street Journal immer wieder, Zweifel an Altmans Glaubwürdigkeit zu wecken. Anwalt Steven Molo fragte den OpenAI-Chef direkt, ob er Geschäftspartner jemals irregeführt habe.
Altman antwortete: "Ich halte mich für einen ehrlichen und vertrauenswürdigen Geschäftsmann", so das WSJ.
OpenAI gewinnt Luft für den Börsengang
Für OpenAI ist das Urteil ein wichtiger Erfolg. Das Unternehmen arbeitet an einem möglichen Börsengang, der zu den größten Technologie-Emissionen der kommenden Jahre zählen könnte. Laut Yahoo Finance will OpenAI noch vor Konkurrenten wie Anthropic an die Börse gehen.
Wedbush-Analyst Dan Ives sprach laut Barron’s von einem "riesigen Sieg" für Altman und OpenAI. Die Entscheidung nehme eine erhebliche Belastung von dem Unternehmen. Die Klage hätte OpenAI laut Barron’s mit Forderungen von rund 134 Milliarden US-Dollar belasten können.
Auch Microsoft profitiert von der Entscheidung. Der Softwarekonzern hat insgesamt mehr als 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert, so Bloomberg.
Der Machtkampf geht weiter
Das WSJ sieht trotz des juristischen Erfolgs keinen vollständigen Sieg für Altman. Musk habe den Prozess genutzt, um öffentlich Zweifel an der Integrität seines Rivalen zu säen. Die Zeitung schrieb, Musk habe den Kampf "im Gericht der öffentlichen Meinung" gewonnen.
Der Konflikt verdeutlicht, wie erbittert der Machtkampf um künstliche Intelligenz inzwischen geführt wird. Es geht längst nicht mehr nur um Technologie, sondern um Einfluss, Milliardenbewertungen und die Kontrolle über die nächste große Plattform der Tech-Industrie.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Microsoft Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,29 % und einem Kurs von 364,5EUR auf Tradegate (19. Mai 2026, 17:06 Uhr) gehandelt.

