Trotz US-Sanktionen

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    Chinas KI-Offensive: Alibaba verschärft den Wettbewerb mit Nvidia

    Alibaba präsentiert einen neuen KI-Chip und plant milliardenschwere Investitionen. Der Konzern treibt damit die Unabhängigkeit von US-Technologie voran.

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    Trotz US-Sanktionen - Chinas KI-Offensive: Alibaba verschärft den Wettbewerb mit Nvidia

    Der chinesische Technologiekonzern Alibaba Group verschärft den Wettbewerb im globalen Markt für Künstliche Intelligenz, wie Reuters berichtet. Das Unternehmen stellte am Mittwoch den neuen KI-Chip "Zhenwu M890" vor. Damit will Alibaba unabhängiger von US-Technologie werden und Alternativen zu Prozessoren von Nvidia schaffen.

    Der Chip wurde von Alibabas Halbleitersparte T-Head entwickelt. Nach Angaben des Unternehmens erreicht der M890 die 3-fache Leistung des Vorgängermodells "Zhenwu 810E". Der Prozessor wurde speziell für sogenannte KI-Agenten gebaut. Diese Software-Systeme sollen komplexe Aufgaben mit möglichst wenig menschlicher Steuerung erledigen.

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    Fokus auf KI-Agenten

    Alibaba erklärte, der neue Chip sei besonders für Anwendungen geeignet, bei denen große Datenmengen verarbeitet und mehrere KI-Modelle gleichzeitig koordiniert werden müssen. Solche Systeme benötigen hohe Speicherleistung und schnelle Kommunikation zwischen den einzelnen Prozessen.

    Gleichzeitig präsentierte der Konzern eine langfristige Chip-Strategie. Bereits im dritten Quartal 2027 soll mit dem "V900" ein Nachfolger erscheinen. Für das dritte Quartal 2028 plant Alibaba zudem den "J900". Der V900 soll laut Unternehmen erneut etwa die 3-fache Leistung des M890 erreichen.

    Damit setzt Alibaba ein deutliches Signal: Der Konzern will seine KI-Hardware künftig kontinuierlich selbst weiterentwickeln.

     

    China reagiert auf US-Beschränkungen

    Die Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA den Export leistungsstarker KI-Chips nach China zunehmend einschränken. Chinesische Technologiekonzerne investieren deshalb massiv in eigene Halbleiterlösungen. Bereits im vergangenen Jahr hatte auch Huawei ähnliche Pläne vorgestellt.

    Alibaba kündigte zudem an, mehr als 380 Milliarden Yuan in Cloud- und KI-Infrastruktur zu investieren. Das entspricht rund 53 Milliarden US-Dollar. Die Summe soll innerhalb von drei Jahren fließen und markiert die bislang größte Investition des Konzerns in diesen Bereich.

    Die milliardenschweren KI-Investitionen belasteten zuletzt die Profitabilität des Konzerns. Eddie Wu, CEO von Alibaba, erwartet jedoch, dass KI-Produkte schon in rund einem Jahr etwa die Hälfte der externen Cloud-Umsätze ausmachen werden, so das Wall Street Journal.

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    Neues KI-Modell vorgestellt

    Auf dem jährlichen Alibaba Cloud Summit präsentierte das Unternehmen außerdem ein neues Serversystem namens "Panjiu AL128". Es bündelt 128 KI-Beschleuniger in einem einzigen Rack. Das System steht chinesischen Unternehmenskunden ab sofort über die hauseigene Cloud-Plattform "Bailian" zur Verfügung.

    Nach Angaben von T-Head wurden bislang mehr als 560.000 Zhenwu-Chips ausgeliefert. Mehr als 400 externe Kunden aus 20 Branchen nutzen die Technologie bereits, darunter Autobauer und Finanzdienstleister.

    Zusätzlich stellte Alibaba die neue Sprachmodell-Version "Qwen 3.7-Max" vor. Das Modell sei für komplexe Programmierung und langlaufende KI-Agenten optimiert. Laut Alibaba könne die Software bis zu 35 Stunden ohne Leistungsabfall arbeiten.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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