Die Wall Street steht bereit
SpaceX kurz vor IPO-Offensive – Goldman Sachs übernimmt die Führung
SpaceX bereitet den wahrscheinlich größten Börsengang der Geschichte vor. Jetzt steht fest, welche Banken Elon Musk an die Spitze holt.
- Goldman Sachs führt SpaceX-Börsengang als Lead Left an
- Bewertung 1,25 Billionen US-Dollar im Prospekt genannt
- Goldman Sachs führt das Bankenkonsortium bei SpaceX
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SpaceX steht offenbar kurz vor dem größten Börsengang der Geschichte. Nach Informationen von CNBC übernimmt Goldman Sachs die führende Rolle bei der geplanten Aktienplatzierung des Raumfahrtkonzerns von Elon Musk.
Demnach soll Goldman Sachs die sogenannte "Lead Left"-Position im Börsenprospekt erhalten. Dahinter folgen Morgan Stanley sowie die Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase. Die Informationen stammen von mit dem Vorgang vertrauten Personen.
SpaceX könnte seinen Börsenprospekt bereits am Mittwoch öffentlich machen. Das Unternehmen hatte die Unterlagen im vergangenen Monat vertraulich bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Bewertung von 1,25 Billionen US-Dollar
Der Börsengang dürfte sämtliche bisherigen Dimensionen sprengen. Musk hatte SpaceX zuletzt mit 1,25 Billionen US-Dollar bewertet, nachdem er das Unternehmen im Februar mit seinem KI-Startup xAI zusammengeführt hatte.
Bislang erreichten nur Facebook und Alibaba nach ihrem ersten Handelstag an US-Börsen eine Bewertung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Der KI-Chiphersteller Cerebras kam vergangene Woche beim Nasdaq-Debüt auf rund 95 Milliarden US-Dollar Börsenwert und verstärkte damit die Erwartungen an eine neue Welle gigantischer Technologie-Börsengänge.
SpaceX drängt dabei offenbar schneller an den Kapitalmarkt als die KI-Schwergewichte OpenAI und Anthropic. Beide Unternehmen werden von privaten Investoren inzwischen ebenfalls mit fast 1 Billion US-Dollar bewertet.
Börsengang nach juristischem Rückschlag
Für Musk kommt der Schritt zu einem heiklen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen musste der Unternehmer vor Gericht eine Niederlage gegen OpenAI und dessen Chef Sam Altman hinnehmen.
Musk hatte Altman 2024 verklagt. Er warf ihm vor, eine frühere Zusage gebrochen zu haben, OpenAI als gemeinnützige Organisation zu führen. Eine beratende Jury in Oakland entschied jedoch, Musk habe zu lange mit der Klage gewartet. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers übernahm das Urteil unmittelbar.
Musk sprach anschließend von einer "kalendarischen Formalität" und kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.
Rückkehr an die Nasdaq nach 16 Jahren
Der letzte Börsengang eines Musk-Unternehmens liegt inzwischen 16 Jahre zurück. 2010 brachte Tesla den Sprung an die Nasdaq. Schon damals führte Goldman Sachs das Bankenkonsortium an. Dahinter folgten Morgan Stanley, JPMorgan und die Deutsche Bank.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


