Quartalszahlen vorgelegt

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    Im Schatten von Rheinmetall: Was wurde eigentlich aus Steyr Motors?

    Um den österreichischen Motorenhersteller Steyr ist es nach dem Short Squeeze im vergangenen Jahr ruhig geworden. Am Dienstag hat der Konzern Zahlen vorgelegt.

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    Quartalszahlen vorgelegt - Im Schatten von Rheinmetall: Was wurde eigentlich aus Steyr Motors?

    Steyr Motors: Abgemeldet nach dem Short Squeeze

    Im vergangenen Jahr sorgte die Aktie von Steyr Motors mit einem aufsehenerregenden Short Squeeze für Furore. Ausgehend von rund 13 Euro kletterten die Anteile in wenigen Tagen auf über 400 Euro, nachdem risikoaffine Anlegerinnen und Anleger auf den geringen Freefloat der Aktie aufmerksam geworden waren, die sich damals mehrheitlich im Besitz von Mutares befand.

    Nach dem anschließenden Absturz wurde es rasch ruhig um das Papier, obwohl sich der Aktienmarkt auf ein dauerhaft erhöhtes Bewertungsniveau einigen konnte. Zuletzt notierte die Aktie ähnlich wie andere deutsche und europäische Verteidigungswerte zwar ebenfalls in einem Abwärtstrend, ein Kursniveau um 37 Euro liegt aber noch immer deutlich über dem Ausgabepreis von 14 Euro.


     

    Verhaltener Jahresauftakt, aber Leistungssteigerung geplant

    Am Dienstag haben sich die Österreicher mit ihren Zahlen zum abgelaufenen Quartal zu Wort gemeldet. Erfolge hatte Steyr Motors in den vergangenen 3 Monaten allerdings kaum vorzuweisen.

    Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse von 11,5 um rund 2 Prozent auf 11,7 Millionen Euro zu. Das Unternehmen räumte zwischen den Zeilen ein, mit mehr gerechnet zu haben, und machte "zeitliche Verschiebungen größerer Auftragsvolumina aus Indien und dem Mittleren Osten" für das hinter den Erwartungen zurückliegende Wachstum verantwortlich.

    Auch auf der Ertragsseite konnte Steyr Motors nicht überzeugen, das EBIT fiel auf bereinigter Basis von 2,1 auf 0,9 Millionen Euro. Der Konzern begründete das in seiner Pressemitteilung mit "strategische[n] Vorleistungen". Immerhin wurde für die zweite Jahreshälfte Besserung in Form eines "deutlichen Margensprung" in Aussicht gestellt – nicht zuletzt aufgrund einer höheren Auslastung vorhandener Produktionskapazitäten und der Bearbeitung von rüstungsnahen Aufträgen.

    Umsatz und EBIT sollen kräftig steigen

    Das Orderbuch des Spezialmotorenherstellers füllte sich unterdessen weiter. Steyr gab seinen Gesamtauftragsbestand mit 308 Millionen Euro an, wovon rund 200 Millionen Euro rechtlich bindend sind. Für weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum soll außerdem die bereits erfolgte Übernahme des dänischen Maschinenbauunternehmens Bukh sorgen, die sich laut Steyr Motors "profitabler als ursprünglich erwartet" entwickle.

    Weitere Impulse erhoffen sich die Österreicher aus dem Geschäft für unbemannte Systeme sowie aus dem Marinebereich, wo sich Steyr durch die Übernahme von Bukh Synergieeffekte im Spezialbootmarkt erhofft. Insgesamt sollen im Geschäftsjahr 2026 Erlöse in Höhe von 75 bis 95 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von "mindestens" 15 Prozent erzielt werden.

    Steyr Motors

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    ISIN:AT0000A3FW25WKN:A40TC4
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    Aktie auch nach den Zahlen regungslos

    Obwohl sich Rüstungswerte in den vergangenen Tagen nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren konnten – Rheinmetall und Hensoldt meldeten sich am Montag mit starken Kursgewinnen eindrucksvoll zurück, während Renk am Montagabend in die Schlagzeilen geraten ist – herrscht gegenüber Steyr Motors auch nach dem Geschäftsbericht Zurückhaltung.

    Die Aktie notiert gegenüber dem Vortag kaum verändert. Gegenüber dem Jahreswechsel schlug sie sich angesichts eines Plus von rund 2 Prozent deutlich besser als Rheinmetall und Co. Die mangelnde Aufmerksamkeit hatte also durchaus auch ihr Gutes.

    Fazit: Erreicht Steyr seine Ziele, liegt jetzt eine Einstiegschance vor

    Mit Blick auf die Unternehmensbewertung gibt es Licht und Schatten. Einerseits ist das für 2026 geschätzte KGV mit 18,6 deutlich günstiger als das anderer Rüstungswerte. Andererseits handelt mit Deutz ein Mitbewerber zu einem signifikant niedrigeren KGVe 2026 von 10,4.

    Kann Steyr Motors jedoch die Markterwartungen für 2027 erfüllen, läge mit einem gegenwärtig geschätzten KGVe von 9,6 eine attraktive Einstiegsgelegenheit vor, und zwar umso mehr, als dass auch andere Kennzahlen wie das EV/EBITDA-Verhältnis mit erwarteten 6,6 überzeugen können.

    Hierfür muss das Unternehmen die in der zweiten Jahreshälfte Aussicht gestellte Leistungssteigerung sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag aber unbedingt erreichen.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Steyr Motors Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,59 % und einem Kurs von 37,56EUR auf Tradegate (20. Mai 2026, 09:38 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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