Crash statt Cash?

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    Nur noch wenige Tage bis dieses Börsengewitter Anleger treffen könnte

    Über der Wall Street wird der Himmel dunkler, auch wenn Anleger weiter fleißig Geld in US-Aktien pumpen. Laut Bank of America könnte genau das jetzt zur Gefahr werden.

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    Crash statt Cash? - Nur noch wenige Tage bis dieses Börsengewitter Anleger treffen könnte

    Die jüngste Rallye an der Wall Street hat viele Fondsmanager extrem aggressiv positioniert – und genau das könnte laut mehreren Großbanken schon Anfang Juni zum Problem werden. Strategen der Bank of America warnen inzwischen davor, dass die Märkte nur noch einen Schritt von einer stärkeren Korrektur entfernt sein könnten. Hintergrund ist eine viel beachtete Umfrage unter internationalen Fondsmanagern, die zeigt, wie stark Anleger zuletzt auf weiter steigende Kurse gesetzt haben.

    Besonders alarmierend ist dabei der drastische Rückgang der Cashquoten. Der Bargeldanteil in den Portfolios fiel innerhalb weniger Wochen von 4,3 auf nur noch 3,9 Prozent – der stärkste Rückgang seit Anfang 2024. Werte unter vier Prozent gelten in der Fund-Manager-Umfrage der Bank traditionell als Verkaufssignal. Chefstratege Michael Hartnett spricht deshalb davon, dass die Märkte nur noch einen "Steinwurf" von einem technischen Ausverkaufssignal entfernt seien.

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    Auch Barclays sieht die Lage zunehmend kritisch. Laut der Bank flossen in den vergangenen sieben Wochen rund 70 Milliarden US-Dollar netto in US-Aktienfonds. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse sogar auf 180 Milliarden US-Dollar – mehr als doppelt so viel wie im historischen Durchschnitt. Viele Fonds seien inzwischen nahezu voll investiert. Dadurch fehle dem Markt zunehmend neue Kaufkraft, gleichzeitig steige jedoch das Risiko schneller Gewinnmitnahmen.

    Getrieben wurde die Rallye der vergangenen Wochen vor allem von Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt, starken Unternehmenszahlen und der anhaltenden Euphorie rund um KI-Aktien. Besonders gefragt bleiben globale Halbleiterwerte. Laut der Bank-of-America-Umfrage gilt der Long-Trade bei Chipaktien inzwischen als der am stärksten überlaufene Markttrend überhaupt.

     

    Gleichzeitig wachsen jedoch die Risiken. Viele Anleger rechnen trotz hartnäckiger Inflation weiterhin nicht mit weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank. Andere Marktteilnehmer befürchten dagegen, dass die Federal Reserve bei der Inflationsbekämpfung zu spät reagieren könnte. Hinzu kommen Sorgen über steigende Ölpreise und mögliche neue Spannungen rund um die Straße von Hormus.

    Vor allem steigende Renditen bei US-Staatsanleihen gelten aktuell als Gefahr für die Aktienmärkte. Barclays warnt davor, dass höhere Anleiherenditen erneut Druck auf Aktienbewertungen auslösen könnten – ähnlich wie während der Inflationsschocks in der Corona-Zeit. Besonders problematisch sei dabei, dass trendfolgende Fonds und andere systematische Anleger bereits massiv investiert seien und kaum noch zusätzliche Kaufkraft in den Markt bringen könnten.

    Die Strategen sehen deshalb eine zunehmend fragile Lage. Solange die Märkte stabil bleiben, dürfte weiteres Kapital in Aktien fließen. Kommt es jedoch zu neuen Inflationsängsten, steigenden Renditen oder geopolitischen Spannungen, könnte die Stimmung an der Wall Street schnell kippen – und genau davor warnen mehrere Großbanken bereits mit Blick auf die kommenden Wochen. 

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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