Jetzt warnt sogar Kiyosaki
Kauft Bitcoin und Gold – aber nicht so
Ausgerechnet der berühmte Bitcoin-Bulle mahnt Anleger zur Vorsicht. Gerade jetzt könnten Euphorie und blinde Gier teuer werden.
- Kiyosaki warnt vor blindem Kaufen in Hypephasen
- China erhöht Goldkäufe, US-Anleihen verlieren Bestände
- Langfristig optimistisch zu Bitcoin und Edelmetallen
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Robert Kiyosaki zählt seit Jahren zu den lautstärksten Befürwortern von Bitcoin, Gold und Silber. Umso mehr Aufmerksamkeit sorgt nun eine neue Warnung des Bestsellerautors. Anleger sollten Kryptowährungen und Edelmetalle nicht blind aus einer Hype-Bewegung heraus kaufen, mahnte Kiyosaki am Wochenende auf der Plattform X. "Glauben Sie Finanzberatern kein Wort, wenn sie Ihnen erzählen, US-Anleihen seien sicher. Nichts ist sicher … vor Dummheit", schrieb er.
Kiyosaki kritisierte erneut die Sicherheit von US-Staatsanleihen und verwies auf sinkende Bestände großer ausländischer Käufer wie China und Japan. Tatsächlich gingen die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen zuletzt zurück. Gleichzeitig steigen insbesondere in China die Gold- und Silberimporte deutlich an. Nach Angaben des World Gold Council kaufte China allein im April acht Tonnen Gold hinzu — der größte monatliche Zuwachs seit Dezember 2024 und bereits der 18. Monat in Folge mit Goldkäufen.
Trotz seiner Warnung bleibt Kiyosaki langfristig bullish für Bitcoin und Edelmetalle. Seine Aussagen kommen allerdings in einer Phase erhöhter Nervosität am Kryptomarkt. Bitcoin war zuletzt unter Druck geraten — belastet durch geopolitische Spannungen rund um den Iran, ETF-Abflüsse und Liquidationen gehebelter Positionen. Entscheidend sei jedoch, nicht blind jeder Euphorie hinterherzulaufen. Selbst Gold, Silber und Bitcoin könnten Anlegern Verluste bescheren, wenn sie nur aufgrund kurzfristiger Begeisterung gekauft würden.
"Denken Sie immer daran, dass Ihr größtes Vermögen zwischen Ihrem rechten und linken Ohr liegt. Sie sind klug genug, Ihr Vermögen sorgfältig zu pflegen", schrieb Kiyosaki weiter. Anleger sollten den Cashflow im Blick behalten und ihre Entscheidungen sorgfältig treffen.
Kiyosaki gehört seit Jahren zu den prominentesten Kritikern des Fiat-Geldsystems und fordert regelmäßig, Bargeld gegen Sachwerte wie Gold, Silber oder Bitcoin zu tauschen. Gleichzeitig lag der Unternehmer mit einigen seiner spektakulären Bitcoin-Prognosen zuletzt deutlich daneben. So hatte er bereits für Juni 2024 einen Bitcoin-Kurs von 100.000 US-Dollar erwartet und später sogar ein Ziel von 350.000 US-Dollar bis August 2024 genannt. Beide Prognosen wurden klar verfehlt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

