Krypto-Schock
Bitcoin stürzt ab nach erstem Verkauf von Strategy seit über 3 Jahren
Erstmals seit 41 Monaten hat Michael Saylors Unternehmen Strategy Bitcoin verkauft. Bitcoin reagiert mit einem Fall unter die Marke von 71.000 US-Dollar.
- Strategy verkaufte 32 Bitcoin im Mai zu 77.135 USD
- Bitcoin fiel unter 71.000 auf 70.676 US-Dollar
- Strategy besitzt 843.706 BTC Verkauf kaum relevant
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Das von Michael Saylor geführte Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy hat erstmals seit Dezember 2022 wieder Bitcoin veräußert. Laut einer aktuellen 8-K-Meldung verkaufte das Unternehmen zwischen dem 26. und 31. Mai insgesamt 32 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Preis von 77.135 US-Dollar pro Coin und erzielte damit Erlöse von rund 2,5 Millionen US-Dollar.
Auch wenn Verkäufe bereits von Saylor angekündigt waren, reagierte die Strategy-Aktie als auch Bitcoin mit deutlichen Verlusten. Bitcoin notiert am Dienstagmorgen nur noch bei 70.676 US-Dollar und verlor damit innerhalb von 24 Stunden 3,74 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus inzwischen auf nahezu acht Prozent.
Bitcoin zieht auch den übrigen Kryptomarkt mit runter. Die Gesamtmarktkapitalisierung fiel um 2,5 Prozent auf 2,42 Billionen US-Dollar. Die Strategy-Aktie schloss zuletzt 5,85 Prozent im Minus bei 149,78 US-Dollar.
Finanzierungsstrategie wichtiger als winzige Verkäufe
Rein quantitativ betrachtet fällt der Verkauf kaum ins Gewicht. Strategy verfügt über insgesamt 843.706 Bitcoin. Die 32 verkauften Coins entsprechen lediglich rund 0,0038 Prozent des Gesamtbestands. Der Konzern bleibt damit mit großem Abstand der weltweit größte börsennotierte Unternehmenshalter von Bitcoin.
Die gesamten Bitcoin-Bestände wurden bislang für 63,87 Milliarden US-Dollar erworben. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei 75.699 US-Dollar je Bitcoin. Strategy besitzt weiterhin Bitcoin im Wert von rund 61 Milliarden US-Dollar.
Zudem hatte das Management bereits im Vorfeld klargestellt, dass die Erlöse aus dem Verkauf zur Finanzierung anstehender Ausschüttungen auf Vorzugsaktien verwendet werden sollen. Ziel sei es, die Kapitalstruktur weiter zu optimieren und langfristig die Bitcoin-Exponierung pro Aktie zu steigern.
Diese Strategie bekräftigte auch Michael Saylor in einem Beitrag auf der Plattform X:
"Unser Ziel ist es, STRC zum besten Kreditinstrument der Welt zu machen."
Saylor argumentiert seit Jahren, dass die Unternehmensstrategie nicht ausschließlich auf die Anzahl der gehaltenen Bitcoins abzielt. Stattdessen werde jede Kapitalallokationsentscheidung anhand des Werts pro Aktie und des langfristigen Nutzens für die Aktionäre bewertet.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

