Geld ohne Arbeit
Jeden Monat Geld aufs Konto? Diese 3 Dividenden-ETFs machen es möglich!
Jeden Monat Ausschüttungen – und trotzdem Kurschancen? Laut dem Handelsblatt reichen 3 Dividenden-ETFs für ein Depot mit monatlichen Zahlungen von Januar bis Dezember. Doch es gibt einen Haken. Die Hintergründe.
Monatliche Ausschüttungen, ohne mühsam einzelne Dividenenaktien zusammenzusuchen? Genau dieses Versprechen bietet ein Dividenden-Depot aus nur drei ETFs. Laut Handelsblatt-Redakteur Andreas Neuhaus lässt sich mit einer Kombination aus drei global investierenden Dividenden-ETFs ein Zahlungsstrom aufbauen, der Anleger von Januar bis Dezember regelmäßig erreicht.
Der erste Baustein ist der iShares Stoxx Global Select Dividend 100, der vierteljährlich ausschüttet. Der im Jahr 2009 aufgelegte ETF verwaltet 4,5 Milliarden Euro und kostet 0,46 Prozent pro Jahr. Im Fonds sind 100 Dividendenaktien aus Europa, Nordamerika und der Region Asien/Pazifik enthalten.
Für die Monate Februar, Mai, August und November kommt der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ins Spiel. Der ETF setzt weltweit auf Unternehmen, die ihre Dividenden seit mindestens zehn Jahren erhöht oder stabil gehalten haben. Sein Volumen liegt bei 1,35 Milliarden Euro, die Kosten betragen 0,45 Prozent.
Den dritten Block liefert der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders. Er zahlt im März, Juni, September und Dezember. Mit 7,79 Milliarden Euro ist der Fonds der größte im Trio und mit 0,38 Prozent zugleich der günstigste. Voraussetzungen für die Aufnahme sind unter anderem stabile Dividenden und eine Ausschüttungsquote von höchstens 75 Prozent.
Der Reiz bestehe darin, dass sich so ein Depot ergebe, das nicht wie ein klassischer Welt-ETF ausgerichtet sei. Laut dem Handelsblatt komme Nordamerika nur auf knapp 40 Prozent Gewichtung, Europa auf 37 Prozent und Asien auf 15 Prozent. Der Technologiesektor spiele mit nur 1,5 Prozent kaum eine Rolle. Dafür dominieren Finanzen und Energie mit jeweils 32 Prozent.
Doch der Traum vom monatlichen Einkommen hat einen Haken. Hätte man Anfang 2023 je 10.000 Euro in die drei ETFs investiert, hätte man bis heute nur knapp 4.800 Euro vor Steuern an Ausschüttungen erhalten. Nach Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag wären es rund 3.500 Euro gewesen. Im schwächsten Monat wären nach Steuern nur knapp 34 Euro übrig geblieben, im besten Monat 201 Euro.
Auch die Rendite überzeugt nicht jeden. Zwar hätten die 30.000 Euro inklusive Kursgewinnen und Ausschüttungen vor Steuern rund 14.400 Euro Gewinn gebracht, also gut 50 Prozent. Ein breit gestreuter MSCI-ACWI-ETF hätte aus 30.000 Euro im gleichen Zeitraum aber gut 53.000 Euro gemacht, was einer Rendite vor Steuern von fast 78 Prozent entspricht.
Fazit: Die drei Dividenden-ETFs bieten, was viele Anleger suchen: regelmäßige Ausschüttungen, globale Streuung und ein einfaches System. Wer jedoch die maximale Gesamtrendite erzielen möchte, muss genau hinsehen. Es fühlt sich gut an, jeden Monat Geld aufs Konto zu bekommen – der Preis dafür kann jedoch ein deutlicher Rendite-Rückstand gegenüber klassischen Welt-ETFs sein.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

