Zoll-Schock

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    Trump erhöht den Druck: Zoll-Hammer gegen 60 Länder?

    Neue US-Zölle könnten China, die EU und Japan treffen. Washington wirft 60 Volkswirtschaften Versagen im Kampf gegen Zwangsarbeit vor. Jetzt droht der nächste Zoll-Schock.

    Zoll-Schock - Trump erhöht den Druck: Zoll-Hammer gegen 60 Länder?

    Washington legt die nächste Zollkarte auf den Tisch – und diesmal ist fast die gesamte Weltwirtschaft betroffen. Die USA schlagen neue Strafzölle von bis zu 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Volkswirtschaften vor. Der Vorwurf: Wichtige Handelspartner hätten die Einfuhr von Waren aus Zwangsarbeit nicht ausreichend unterbunden oder entsprechende Regeln nicht wirksam durchgesetzt.

    Laut CNBC wären unter anderem China, die Europäische Union und Japan betroffen. Grundlage ist Section 301 des Trade Act von 1974: Länder mit vollständigem oder teilweisem Verbot von Zwangsarbeitswaren sollen mit 10 Prozent belegt werden, alle übrigen mit 12,5 Prozent.

    Dieser Schritt folgt auf den Rückschlag vor dem Obersten Gerichtshof der USA, der einen Großteil von Präsident Donald Trumps Zollmaßnahmen zum Unabhängigkeitstag gekippt hatte. Zwar gelten inzwischen globale Basiszölle von 10 Prozent gemäß Section 122, diese laufen jedoch im Juli aus. Die neue 301-Schiene könnte Trump nun ein weiteres Instrument liefern, um länderspezifische Zölle wieder auf die Agenda zu setzen.

    Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer begründet den Vorstoß mit einem Wettbewerbsnachteil für amerikanische Arbeitnehmer. Washington will die Maßnahme nun öffentlich kommentieren lassen. Stellungnahmen sind bis zum 6. Juli möglich, am 7. Juli sollen Anhörungen folgen.

    Für Unternehmen und Anleger geht es um mehr als nur Symbolpolitik. Neue Zölle könnten Lieferketten verschieben, Margen belasten und die Kosten für Importe erhöhen. Allerdings könnten Ausnahmen für Elektronik und Produkte rund um Künstliche Intelligenz diesen Effekt abfedern.

    Parallel dazu sucht Washington öffentliche Kommentare zu einem neuen US-China Board of Trade. Dieses Gremium könnte am Ende sogar niedrigere Zölle zwischen beiden Ländern ermöglichen. Doch die Botschaft bleibt klar: Der Zollkrieg ist nicht vorbei, sondern erhält lediglich ein neues Etikett.

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    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurFerdinand Hammer
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