Nur ein Szenario hilft noch

    168209 Aufrufe 168209 0 Kommentare 0 Kommentare

    Morgen entscheidet sich, ob der Tech-Abverkauf erst der Anfang war

    JPMorgan sieht die Wall Street auf einem schmalen Grat. Sowohl zu starke als auch zu schwache Jobdaten könnten neue Turbulenzen auslösen.

    Für Sie zusammengefasst
    Nur ein Szenario hilft noch - Morgen entscheidet sich, ob der Tech-Abverkauf erst der Anfang war

    Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai könnte am Freitag zum nächsten großen Belastungstest für die Wall Street werden. Nachdem der S&P 500 und mehrere große Tech-Aktien zuletzt bereits unter Druck geraten waren, richten sich die Blicke der Anleger nun gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt, die Ölpreise, Inflationssorgen und die Spannungen im Nahen Osten.

    Besonders aufmerksam verfolgt wird dabei die Einschätzung von JPMorgan Chase. Die Strategen der Bank gehen davon aus, dass sich der Markt derzeit in einer ungewöhnlich empfindlichen Phase befindet. Sowohl zu starke als auch zu schwache Arbeitsmarktdaten könnten neue Turbulenzen auslösen.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu S&P 500!
    Short
    8.004,90€
    Basispreis
    4,23
    Ask
    × 14,84
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Long
    7.009,77€
    Basispreis
    4,65
    Ask
    × 14,77
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Ökonomen rechnen aktuell mit rund 80.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Damit würde sich der Arbeitsmarkt weiter abkühlen, ohne jedoch einzubrechen. Genau dieses sogenannte "Goldilocks"-Szenario gilt laut JPMorgan derzeit als bestmöglicher Ausgang für Aktienmärkte. In diesem Fall könnte der S&P 500 um 0,5 bis 1 Prozent steigen.

    Die Nervosität bleibt dennoch hoch. Sollte die Zahl neuer Jobs deutlich über den Erwartungen liegen, könnten steigende Anleiherenditen und neue Inflationsängste die Märkte belasten. Besonders anfällig wären dann erneut hoch bewertete KI-, Halbleiter- und Momentum-Aktien, nachdem der jüngste Rücksetzer im Technologiesektor bereits gezeigt hatte, wie empfindlich Anleger inzwischen auf steigende Renditen und Bewertungsrisiken reagieren.

    Noch kritischer wäre aus Sicht vieler Investoren jedoch ein deutlich schwächerer Arbeitsmarktbericht. Fällt der Stellenaufbau unter 70.000 oder im Extremfall sogar unter 40.000 neue Jobs, rechnet JPMorgan mit einem breiteren Risikoabbau an den Märkten. In diesem Szenario könnten Sorgen über eine harte Landung der US-Wirtschaft oder sogar Stagflation erneut aufflammen — also eine Kombination aus schwachem Wachstum und hoher Inflation. Laut JPMorgan könnte der S&P 500 bei einem extrem schwachen Bericht zwischen 1 und 1,5 Prozent verlieren.

    Die aktuelle Lage macht die Interpretation der Daten besonders schwierig. Einerseits signalisieren Frühindikatoren wie die jüngsten ADP-Daten und die Zahl offener Stellen weiterhin Stabilität. Andererseits schwächen sich Konsum, Einstellungen und Teile des Arbeitsmarkts zunehmend ab. Gleichzeitig sorgen die Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise erneut für Inflationsdruck.

     

    JPMorgan betont deshalb, dass die Marktreaktion diesmal weniger von der eigentlichen Zahl neuer Stellen abhängen dürfte als vom Gesamtbild aus Beschäftigungswachstum, Löhnen, Arbeitslosenquote und Anleiherenditen. Besonders entscheidend werde sein, ob die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen nach den Daten erneut anzieht.

    Selbst ein überraschend starker Arbeitsmarktbericht wäre dabei keine Garantie für steigende Kurse. Sollte der Stellenaufbau deutlich über 130.000 liegen und gleichzeitig die Renditen stark steigen, könnten Anleger erneut Gewinne bei großen Tech- und KI-Aktien mitnehmen. Genau deshalb dürfte der Arbeitsmarktbericht am Freitag für die Wall Street wichtiger werden als viele klassische Konjunkturdaten zuvor.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


    Der Analyst erwartet ein Kursziel von 7911,84Pkt, was eine Steigerung von +5,00% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
    Übernehmen
    Für Ihre Einstellungen haben wir keine weiteren passenden Produkte gefunden.
    Bitte verändern Sie Kursziel, Zeitraum oder Emittent.
    Alternativ können Sie auch unsere Derivate-Suchen verwenden
    Knock-Out-Suche | Optionsschein-Suche | Zertifikate-Suche
    Werbung Disclaimer

    Reports
    SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    Nur ein Szenario hilft noch Morgen entscheidet sich, ob der Tech-Abverkauf erst der Anfang war JPMorgan sieht die Wall Street auf einem schmalen Grat. Sowohl zu starke als auch zu schwache Jobdaten könnten neue Turbulenzen auslösen.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero