Aktie springt kräftig an

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    Redwire: Auftrag der US-Army und Erdbeeren im All sorgen für neue Fantasie

    Rechenzentren im All, noch eine Vision. Erdbeeren im All, schon bald Realität? Redwire versucht jedenfalls, es möglich zu machen. Die Aktie springt wieder an. Der eigentliche Kurstreiber ist aber ein Auftrag der US-Army.

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    Aktie springt kräftig an - Redwire: Auftrag der US-Army und Erdbeeren im All sorgen für neue Fantasie

    Nach mehreren schwachen Tagen meldet sich die Aktie von Redwire eindrucksvoll zurück. Die allgemeine Stimmung in der Branche und eine Abstufung von Jefferies hatten Aktie und Anlegern das Leben schwer gemacht. Beide haben Donnerstag allerdings um rund 20 Prozent aufgeatmet.

    Ein neuer Auftrag der US-Army hat die Aktie wieder kräftig angeschoben. Hinzu kommt noch ein eher ungewöhnlicher Auftrag auf der Weltraumstation ISS: Erdbeeren im All. Der erste Auftrag für eine Weltraumagrarmission geht damit an Redwire.

     

     

    US Army bestellt Drohnensysteme bei Redwire

    Redwire Defense hat einen neuen Auftrag der US Army über rund 15,9 Millionen US-Dollar erhalten. Geliefert werden sollen acht Stalker Block 35-Systeme. Dabei handelt es sich um unbemannte Flugsysteme, die für Aufklärung, Überwachung und militärische Einsätze eingesetzt werden können. Für Redwire ist der Auftrag mehr als nur eine weitere Bestellung. Er stärkt die Wahrnehmung des Unternehmens als Defense-Tech-Anbieter und genau diese Fantasie hat die Aktie für neuen Schwung gebraucht, nachdem Jefferies den Titel Anfang der Woche auf "Halten" zurückgestuft hatte.

    Drohnen, autonome Systeme, taktische Aufklärung und militärische Vernetzung gehören zu den großen Wachstumsthemen der Verteidigungsbranche. Redwire profitiert davon, dass Anleger das Unternehmen inzwischen nicht mehr nur als spekulativen Raumfahrtwert sehen, sondern als Schnittstelle zwischen Space, Drohnen und militärischer Hochtechnologie.

    Defense-Tech statt nur Space-Fantasie

    Der neue US-Army-Auftrag kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Die Aktie war zuletzt unter Druck geraten, nachdem Jefferies Redwire von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft hatte. Zwar wurde das Kursziel zugleich deutlich von 13 auf 24 US-Dollar angehoben, doch die Botschaft war klar: Nach dem starken Lauf sahen die Analysten kurzfristig weniger Kurspotenzial.

    Genau deshalb wirkt die Reaktion der Aktie von Donnerstag wie ein erneuter Stimmungswechsel. Der Markt scheint die Abstufung verdaut zu haben. Nach der tagelangen Krise rückt nun wieder die operative Story in den Vordergrund und die lautet: Redwire gewinnt reale Aufträge in einem Markt, der immer wichtiger wird.

    Für Anleger ist das entscheidend. Space-Fantasie allein reicht bei hoch bewerteten Wachstumswerten selten dauerhaft aus. Militärische Aufträge verleihen der Story mehr Substanz, weil sie näher an kurzfristigen Umsätzen, staatlichen Budgets und wiederkehrender Nachfrage liegen.

    Erdbeeren im All liefern die zweite kuriose Story

    Neben dem US-Army-Auftrag sorgte Redwire am Donnerstag auch mit einer ungewöhnlichen Weltraummeldung für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hat einen Auftrag von Astrobiome Space erhalten. Ziel ist eine Agrarmission auf der Internationalen Raumstation ISS.

    Im kommerziellen Gewächshaus von Redwire sollen Erdbeeren wachsen. Dabei soll ein Bodenverbesserungsprodukt getestet werden. Was zunächst nach einer Kuriosität klingt, passt in eine größere Zukunftsstory: Wenn Menschen länger im All leben und arbeiten sollen, werden Ernährung, Pflanzenzucht und geschlossene Versorgungssysteme zu zentralen Themen.

    Für Redwire ist die Mission deshalb ein weiteres Schaufenster. Das Unternehmen kann demonstrieren, dass seine Infrastruktur im All nicht nur für klassische Raumfahrtprogramme eingesetzt werden kann, sondern auch für Biotechnologie, Landwirtschaft, Forschung und künftige Langzeitmissionen.

    Doppelter Rückenwind für die Aktie

    Der Kurssprung von Donnerstag speist sich damit aus zwei sehr unterschiedlichen, aber für Anleger attraktiven Geschichten. Der US-Army-Auftrag liefert handfestere Defense-Tech-Substanz. Die ISS-Agrarmission mit Erdbeeren im All liefert die spektakuläre Space-Fantasie.

    Genau diese Kombination macht Redwire derzeit interessant und so riskant. Das Unternehmen ist kein klassischer Rüstungskonzern und auch kein reiner Raumfahrtwert. Redwire versucht, sich als Plattformanbieter für Weltrauminfrastruktur, autonome Systeme und militärische Anwendungen zu positionieren.

    An der Börse kann diese Mischung enorme Fantasie freisetzen. Gleichzeitig bleibt die Aktie hochvolatil. Nach dem starken Kurslauf, der Jefferies-Abstufung und der jüngsten Korrektur ist klar: Anleger feiern Redwire schnell – bestrafen Enttäuschungen aber ebenso schnell.

    Redwire

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    ISIN:US75776W1036WKN:A3D013
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    Mein Tipp: Erdbeeren sind überwiegend süß

    Die Redwire-Aktie hat wieder frischen Rückenwind bekommen. Im Mittelpunkt steht der neue US-Army-Auftrag über rund 15,9 Millionen US-Dollar für Stalker-Drohnensysteme. Er stärkt die Defense-Tech-Story und zeigt, dass Redwire nicht nur von Visionen im All lebt, sondern auch im militärischen Drohnenmarkt Aufträge gewinnt.

    Die Erdbeer-Mission auf der ISS liefert zusätzlich eine spannende Space-Fantasie. Nach der Jefferies-Abstufung und mehreren schwachen Tagen reicht diese Mischung aus, um die Aktie wieder kräftig nach oben zu treiben.

    Für Trader ist Redwire damit erneut ein Momentum-Titel. Für langfristige Anleger bleibt die Aktie eine spekulative Wette auf die Schnittstelle aus Raumfahrt, Drohnen und Verteidigung – mit viel Potenzial, aber auch mit entsprechend hohem Risiko.

    Die Aktie hat in diesem Jahr schon über 180 Prozent zugelegt. Damit war der Rücksetzer seit Wochenbeginn die eigentliche Chance. Daher greifen nur mutige Anleger sofort zu. Geduldige Anleger,warten hingegen auf die nächste Chance, die bestimmt kommen wird.

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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