KI und Robotik
Der nächste KI-Boom? Nvidia-Chef sieht Korea vor großem Umbruch
Nvidia-Chef Jensen Huang sieht Robotik als nächsten Wachstumsmotor Südkoreas. Bei seinem Besuch kündigt er neue Partnerschaften und Überraschungen an.
- Robotik soll Südkoreas nächster Wachstumsmotor
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- Halbleiterfertigung wird stärker automatisiert durch KI
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Nvidia-Chef Jensen Huang setzt bei seinem Besuch in Südkorea auf eine klare Botschaft: Die Robotikbranche steht nach seiner Einschätzung vor einem bedeutenden Wachstumsschub. Der Manager hob bei seiner Ankunft am Flughafen Gimpo die besondere Rolle des Landes als globales Produktionszentrum hervor, wie Reuters berichtet.
"Da Korea ein weltweites Produktionszentrum ist, können wir die Robotik-Technologie und die physische KI-Technologie, die wir hier entwickeln, in der Industrie einsetzen", sagte Huang vor Journalisten.
Südkorea zählt zu den wichtigsten Industriestandorten Asiens. Das Land ist führend bei Halbleitern, Elektronik, Fahrzeugen und Schiffen. Genau diese industrielle Basis macht es aus Sicht von Nvidia zu einem idealen Standort für den Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz in Fabriken.
Neue Chancen für Halbleiterkonzerne
Huang erwartet, dass die Chipproduktion künftig immer stärker automatisiert wird. "Die Halbleiterfertigung wird in Zukunft zunehmend robotergestützt und von künstlicher Intelligenz bestimmt sein", erklärte er. Dadurch entstünden neue Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit den großen Halbleiterunternehmen des Landes.
Während seines Aufenthalts sind Treffen mit Hyundai Motor, LG, SK Hynix, Samsung Electronics und Naver geplant. Auf die Frage, ob er Geschenke für Südkorea mitgebracht habe, antwortete Huang: "Ich habe Korea viele Aufträge beschert", so Reuters. Zugleich kündigte er an: "Ich habe ein paar Überraschungen auf Lager."
Robotik als nächster großer Markt
Auch bei möglichen Investitionen machte Huang seine Prioritäten deutlich. "In Korea gibt es viele Branchen, in die man investieren kann. Die Robotik wird hier in Korea der nächste große Sektor sein", sagte er.
Die Voraussetzungen seien ideal. "Korea ist außergewöhnlich stark in den Bereichen Fertigung, Mechatronik und auch künstliche Intelligenz. Die Verschmelzung all dieser Technologien ergibt perfekte Robotik."
Analysten sehen ähnliche Chancen. Sie verweisen darauf, dass Südkoreas industrielle Stärke dem Land eine wichtige Rolle im Bereich der physischen KI verschaffen könnte. Dabei wird künstliche Intelligenz direkt in Robotern, Fahrzeugen und Fabriken eingesetzt.
Ausbau der Nvidia-Präsenz
Huang kündigte zudem an, dass Nvidia bereits Mitarbeiter für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Südkorea sucht. "Sobald wir hier genug Leute haben, werden wir eine Website erstellen", sagte er.
Für Nvidia bleibt das Land ein zentraler Partner. Samsung Electronics und SK Hynix produzieren gemeinsam rund 70 Prozent der Speicherchips, die für moderne KI-Systeme benötigt werden. Huang betonte daher, dass Nvidia sicherstellen wolle, dass seine koreanischen Zulieferer eng abgestimmt bleiben.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

