Aktie fällt zweistellig
Gut, ist nicht gut genug: CrowdStrike im Abwärtssog der KI-Enttäuschung
Der Broadcom-Dämpfer trifft auch CrowdStrike: Die Zahlen sind gut, in Sachen KI hatte man aber Superlative erwartet. CrowdStrikes CEO bremst die Erwartungen, die Aktie fällt zweistellig.
- Aktie fällt zweistellig trotz guter Q1-Zahlen
- Analysten bleiben positiv, RBC hebt Kursziel an
- 4:1 Aktiensplit genehmigt, Stichtag 25.06.2026
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Gut ist nicht gut genug: Der Halbleitersektor bekommt erste Dellen nach den Broadcom-Earnings. Kleine Abweichungen von den Erwartungen lösen massive Verkäufe aus.
Auch die Aktien von CrowdStrike fielen bei den Anlegern in Ungnade: Im frühen Handel am Donnerstag ging es um rund 10 Prozent abwärts. Die Anteilsscheine erholten sich wieder im Verlauf des Tages, bei einem Minus von rund 2,7 Prozent.
Die Vorsicht zum Ende der Woche bleibt aber: Auch im frühen Handel am Freitag bewegen sich die Papiere des Cybersecurity-Unternehmens auf roten Terrain.
Das der Markt weiß, dass die Bewertungen zum Teil astronomisch hoch sind. Und so wie der massive Kauf eine Überreaktion war, so löst auch der kleinste Makel eine massive Reaktion aus.
Denn eigentlich hat CrowdStrike starke Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt.
Die Analysten bleiben trotzdem gelassen und behalten ihre positiven Ratings für die Aktie von CrowdStrike bei. RBC Capital Markets belässt die Aktie auf Outperform und hebt das Kursziel von 650 auf 755 US-Dollar an.
"CrowdStrike legte einen starken Start ins Geschäftsjahr hin und übertraf die Erwartungen in allen Bereichen", kommentieren die Analysten die Earnings. Die Anleger hätten aber auf einen noch stärkeren Anstieg der wiederkehrenden Jahresumsätze (ARR) gehofft.
Denn in dieser Geschäftszahl sollten sich die jüngsten Projekte mit Anthropic widerspielgeln, insbesondere das "Project Glasswing." Anthropic hat sein KI-Modell "Mythos" ausgewählten Unternehmen zur Verfügung gestellt: Es soll automatisiert Sicherheitslücken finden können.
George Kurtz, CEO von CrowdStrike, sagte am Donnerstag in einer öffentlichen Stellungnahme, dass die Besorgnis über KI-gestützte Cyberbedrohungen zunehmend Rückenwind für das Unternehmen werde, aber Investoren, die diese Auswirkungen bereits im ersten Quartal erwarten, seien zu früh dran.
Zudem wurde der erste Aktiensplit seit dem Börsengang 2019 vom Aufsichsrat genehmigt. Stichtag für Aktionäre ist der 25. Juni 2026, es wird ein Split von 4:1 vorgenommen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
Die CrowdStrike Holdings Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,65 % und einem Kurs von 609,1EUR auf Tradegate (05. Juni 2026, 11:43 Uhr) gehandelt.
