Community Rückblick

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    wO User zu Todesfall bei Newron Studie: "...der Rekrutierungsstop ist Formsache"

    FDA-Stopp, ein Todesfall im klinischen Studienprogramm und große Hoffnungen auf den Schizophrenie-Wirkstoff Evenamide: Newron sorgt wieder für Debatten. Zwischen Zuversicht und Skepsis sind die Anleger tief gespalten.

    Community Rückblick - wO User zu Todesfall bei Newron Studie: "...der Rekrutierungsstop ist Formsache"

    In der vergangenen Woche rückte die Aktie von Newron Pharmaceuticals erstmals seit Februar 2026 wieder an die Spitze der beliebtesten Diskussionen im wallstreetONLINE Forum. Das schweizerisch-italienische Biotech-Unternehmen steht mit seinem Hoffnungsträger Evenamide vor einer entscheidenden Phase, weshalb jede Neuigkeit derzeit aufmerksam verfolgt wird.

    Für Verunsicherung sorgte dabei die Meldung über einen plötzlichen Todesfall eines Studienteilnehmers im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms. Obwohl der behandelnde Prüfarzt und ein unabhängiges Sicherheitsgremium keinen Zusammenhang mit Evenamide feststellten, reagierte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit einem vorübergehenden Stopp der Aufnahme neuer Patienten an den US-Standorten der Phase-III-Studie ENIGMA-TRS 2. Die übrigen Studienprogramme laufen nach Angaben des Unternehmens unverändert weiter.

    Zuletzt bemühte sich Newron zudem, auf mehreren Investorenkonferenzen über den aktuellen Stand der Studienprogramme und die weiteren Meilensteine zu informieren. Das Unternehmen hält weiterhin an seinem Zeitplan fest und erwartet die entscheidenden Phase-III-Daten im weiteren Jahresverlauf.

    Entsprechend kontrovers wird die Situation unter den Anlegern diskutiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Folgen des FDA-bedingten Rekrutierungsstopps, die Frage nach dessen Dauer sowie die Bedeutung für den weiteren Zeitplan der Phase-III-Studien. Während Optimisten die Investmentstory rund um Evenamide unverändert als intakt ansehen und auf eine Wiederaufnahme der US-Rekrutierung sowie starke Studiendaten hoffen, verweisen skeptischere Stimmen auf die bestehenden regulatorischen Risiken. Entsprechend lebhaft fällt die Diskussion im Newron-Forum auf wallstreetONLINE aus. Hier einige Stimmen aus der wO-Community:

    Feigenbaum: "Ich schätze, dass kein Institutioneller in den nächsten Monaten hier neu investieren wird, bis der Todesfall restlos geklärt ist resp. die FDA die Wiederrekrutierung zulässt. Wer will sich schon die Finger verbrennen. Was nachher passiert, ist jedoch wieder vollkommen offen.
    darauf Oberbayer78: Die FDA braucht dazu in der Regel 3 - 4 Monate zur Klärung."

    XC_2011: "Das der Kurs hier festklebt, hat nichts mit dem Todesfall zu tun. Solange die 2. Tranche nicht gezogen wird geht es hier nicht aufwärts. An was es liegt, muss ich ja nicht wiederholen."

    Robbi30: "Newron sieht mir nach einem höchst professionellen Unternehmen aus. Klare Struktur, klarer Plan für die Zukunft und mit Evenamide einen einzigartigen Wirkstoff in der Pipeline.
    Der Markt erkennt das Potenzial von Evenamide noch nicht. Wir sind weit entfernt von den risikobereinigten Kurszielen der Analysten. Hier ist erheblich viel Luft nach oben.
    Spätestens ab Dezember 26 sollte sich das ändern."

    darauf RW1976: "Ist alles eine Frage der Zulassungswahrscheinlichkeit und da gehen die Meinungen stark auseinander. Weitere Verzögerungen und KE's sind eigentlich sekundär, auch wenn nicht cool."

    LiechtensteinFL: "Ich bin gespannt wie lange noch der Stop der Engima geht. Wenn man den Ablauf eines Todesfall ansieht, auch wenn es eine medizinische Studie ist, sind 2-3 Monate schon extrem lange. Wenn man von dem offensichtlichen, Suizid, ausgeht , ist das total unverständlich. Bei einem Todesfall wir der Notarzt und automatisch die Polizei verständigt. Wenn der Tod durch den Notarzt bestätigt wird , kommt der Gerichtsmediziner , der eine Fremdeinwirkung ausschließt. Erst danach wird der Leichnam freigegeben. Der Totenschein mit Todesursache wird ausgestellt. Auch wenn es eine medizinische Studie ist , sieht man die lange Bürokratie . Natürlich gibt es noch 2 Studien die laufen und bei zwei posetiven Ergebnissen braucht man die dritte nicht , aber besser und saubere wäre alles abzuschließen."

    ANK56: "Könnte Eisai als möglicher Käufer von Newron auftreten und was bedeutet das für Weber und seine Strategie? Spannende Fragen!
    Eisai wäre auch aus meiner Sicht ein ziemlich logischer strategischer Fit für Evenamide. Sie kennen den Wirkstoff bereits über EA Pharma und die laufende japanische Phase-III-Studie sehr genau, haben starke CNS-/Psychiatrie-Erfahrung, globale Produktions- und Vertriebsstrukturen und könnten ein TRS-Produkt weltweit skalieren. Falls die Phase-III-Daten stark ausfallen, könnte für Eisai irgendwann die Frage entstehen, ob globale Rechte bzw. eine komplette Übernahme attraktiver wären als nur die Japan-Lizenz.
    Nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, der Peak Sales von Evenamide betrage 1 Mia. CHF und der Kaufpreis entspreche dem Zweifachen der Peak Sales, also 2 Mia. CHF. Die Chance für eine Zulassung liege bei 50%, somit ergäbe sich aktuell ein fairer Wert von etwa 1 Mia. CHF bzw. bei grob 20 Mio. Aktien etwa 50 CHF pro Aktie.
    EA Pharma möchte also jetzt Evenamide unbedingt haben bzw. Newron kaufen. Was müssten sie dafür bieten bzw. was würde der Verwaltungsrat von Eisai noch akzeptieren? Ich vermute, der VR von Eisai würde einen Aufschlag von etwa 50% gegenüber dem aktuellen Börsenkurs noch akzeptieren, darüber würde es kritisch. Beim aktuellen Kurs wären das also etwa 20–25 CHF pro Aktie – also weit vom fairen Preis von etwa 50 CHF entfernt. Der VR von Newron könnte ein solches Angebot also ablehnen, ohne es den Aktionären präsentieren zu müssen.
    Weber will strategisch natürlich grundsätzlich einen hohen Börsenkurs, um eine möglichst günstige KE zu erreichen. Gleichzeitig will er, vermute ich zumindest, keinen Kurs von deutlich über 30 CHF pro Aktie. Darüber wird es gefährlich, denn dann besteht die Gefahr, ein Angebot zu erhalten, das er mit seinem VR nicht mehr einfach ablehnen kann. Erreicht ein Angebot Regionen um 50 CHF pro Aktie, besteht bei den aktuellen Kleinaktionären die reale Gefahr, dass es angenommen wird. Genau das will Weber mit seiner erklärten Strategie, den Wert selber entwickeln zu wollen, natürlich um jeden Preis vermeiden.
    EA Pharma hat die Phase-III-Studie gemäss Website am 7.1.2026 initiiert (https://www.eapharma.co.jp/en/investors/news/2026/0107_en). Was wäre, wenn EA Pharma früher an Phase-III-Resultate kommen würde als Newron? Dann würde das Ganze natürlich ganz anders aussehen und der VR von Eisai könnte mit diesem Insiderwissen ein deutlich höheres Angebot durchwinken. D.h. Weber müsste das Angebot den Aktionären präsentieren, obwohl er nach den offiziellen ENIGMA-Daten ein wesentlich besseres Angebot erhalten könnte.
    Ich persönlich glaube nicht, dass dieses Szenario realistisch ist. Weber setzt voll auf ENIGMA TRS I, das mit einer immer breiteren Rekrutierungsbasis (neu auch mit Brasilien) unterwegs ist und gute Chancen hat, den letzten Patienten im Juli/August an Bord zu haben, sowie sehr gute Chancen, die Resultate vor Dezember 2026 zu präsentieren. Da ENIGMA TRS I im Gegensatz zu TRS II auch die 30mg-Dosierung enthält, sind die Chancen sehr gut, bereits mit TRS I gute Daten zu erhalten. Ein Warten auf die verzögert eintreffende TRS-II-Studie ist also unnötig. Wie bereits früher erwähnt, wird Weber sinnvollerweise auf ein rollendes Zulassungsverfahren setzen und es mit guten Daten von ENIGMA TRS I sofort starten. Die verzögert eintreffenden Daten der US-zentrierten ENIGMA-TRS-II-Studie werden nachgereicht und höchstens unterstützend wirken, im Idealfall aber das Zulassungsverfahren um keinen Tag verzögern."

    Grasfalter: "Ein halbes Jahr noch, wenn bis Ende November die Daten kommen. Solange ist mir der Kurs wurscht. Jetzt erst mal den Sommer geniessen und dann auf frohe Weihnachten hoffen."

    Blitzableiter: "Der Stop der Rekrutierung in USA belastet bzw. ist eine gute Gelegenheit der Kurs aufgrund der Verunsicherung zu drücken. Somit können große Investoren die 2. Tranche günstig erwerben. Die Tranche könnte zwischen CHF 11 - CHF 12,50 gezogen werden. Auf jeden Fall vor der Bekanntgabe der Wiederaufnahme der Rekrutierung, von der auszugehen ist. Wenn diese Meldung kommt geht es stramm nach oben. Mir gefällt die jetzige Situation, da ich noch zukaufen möchte und entsprechend auf der Lauer liege."

    Mahalo_: "Ich denke der Rekrutierungs-Stop ist Formsache. Wieso sollte der Rest sonst weiter gehen? Wir sind teilweise seit Jahren investiert und können nun die letzten 6 Monate nicht mehr abwarten? Zurzeit performen viele Biotechs sehr sehr schlecht. Was ausser dem Stop der FDA hat sich geändert? Wenn Eve so tödlich wäre, würden die Studien bestimmt nicht weiterlaufen."

    Geisterstunde: "…bei Newron hat sich an der Investitionsthese nichts geändert. Sie ist intakt, die Studien haben eine erkennbare, definierte Zielmarke, neue Investoren sind involviert. Kann man mehr wollen? Wer hier allein auf den Kurs schaut, springt zu kurz. Oder zeigt, daß ihn Börse überfordert."

    darauf ICU369: "Die grösste Herausforderung für die meisten, die einen solch hohen Buchgewinn anfangs Januar hatten, ist wohl die Tatsache, das man hätte verkaufen können. Geld nehmen und jetzt wieder einsteigen. Weil die Geschichte an sich ist top. Die Resultate der PII waren wirklich gut. Nicht mal die Resultate an sich, sondern der Fakt, das Patientin über ein Jahr hinweg positive Ergebnisse hatten. Psychologisch gesehen, auch für mich, der in einer Welt lebt, die gerne Risiken und Negatives lieber zelebriert als das Positive, sich so emotional zu distanzieren und nüchtern zu betrachten, ist es ein enorme Herausforderung. Und diese Verbesserung über ein Jahr hinweg isoliert betrachtet, bringt mich wirklich zum Schluss, dass Placebo hier nicht der Grund für die anhaltenden Verbesserung sein kann. Darum stimmt für mich die Story weiterhin. Der Kurs wird gepflegt, das Produkt ist top bis PII. PIII wird es nochmals zeigen."

    Bananatrades: "Die nächsten Wochen und Monate könnten konkrete Katalysatoren bringen. 
    Erstens: Die zweite Tranche der Kapitalerhöhung dürfte in Kürze gezogen werden. Solange dieser Anker über dem Kurs hängt, bleibt der Druck. Sobald das durch ist, fällt ein wesentlicher Belastungsfaktor weg.
    Zweitens: Wir kommen den Daten näher. Full Enrollment, dann Datenreadout. Und die Kapitalgeber, die bei der KE eingestiegen sind, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Datenreadout zu höheren Kursen etwas reduzieren wollen.
    Drittens: Erinnert euch an genau vor einem Jahr. Der YASS-Deal wurde als Katastrophe verkauft, das Management wurde zerfleischt — und dann ging der Kurs von 6 auf 30 Franken. Getrieben von bekannten Akteuren, danach eine KE, und nun das gleiche Spiel von vorne. Das Muster wiederholt sich.
    Irgendwann ist aber ein Punkt erreicht, an dem die Bewertung schlicht nicht mehr erklärbar ist — gemessen an dem, was Evenamide bisher gezeigt hat und was das Potenzial ist. Ich glaube, wir sind an diesem Punkt angekommen. Natürlich muss niemand kaufen — das ist und bleibt eine persönliche Entscheidung. Aber für mich persönlich, mit einem Anlagehorizont von vier bis sechs Monaten, ist jetzt der Zeitpunkt, erste Positionen aufzubauen. Nicht alles auf einmal — aber der Einstieg in diesem Bereich wird sich rückblickend wahrscheinlich als vernünftig erweisen."

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    Wir hoffen, dass Ihnen dieser kurze Überblick über die Meinungen der wO-Community zur aktuellen Lage bei Newron Pharmaceuticals gefallen hat oder vielleicht sogar hilfreich für Ihre Anlagestrategie ist. Wenn Sie auch Ihre Ansichten zu Finanzen, Geldanalge und Wirtschaft teilen möchten, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich auf wallstreetONLINE anmelden und an der Diskussion teilnehmen würden.

    Viel Erfolg an der Börse und viel Spaß auf wallstreetONLINE wünscht

    Ihr Hardy Schilling, Head of Community

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