Mega-IPO
Ed Yardeni: Kein Liquiditätsengpass wegen SpaceX
Der Chef von Yardeni Research weist Befürchtungen zurück, dass der Börsengang von SpaceX, Anthropic und OpenAI zu einem Liquiditätsengpass an den Aktienmärkten führen könnte.
- Yardeni lehnt Liquiditätsängste wegen AI-3 ab
- AI-3 werden nur begrenzten Streubesitz anbieten
- IPO-Volumen ist klein im Verhältnis zum Markt
- Report: SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Viele Experten fürchten, dass es bei den drei Mega-IPOs, die in diesem Jahr noch anstehen, der Markt an Liquidität verlieren würde.
In seinem aktuellen Blogbeitrag erklärt der erfahrene Stratege Ed Yardeni, dass "wir nicht so besorgt sind wie andere Analysten." Die sogenannten "AI-3" würden seiner Meinung nach, "dem Rest des Aktienmarktes den Sauerstoff nicht entziehen."
Elon Musks Raketenunternehmen SpaceX wird am 12. Juni an die Börse gehen, Anthropic und OpenAI bereiten sich bereits auf ihren Börsengang vor.
Yardeni sagt, dass Befürchtungen hinsichtlich eines Liquiditätsabflusses angesichts der bisherigen IPO-Geschichte weitgehend unbegründet seien.
"Auf jeden Fall sollten die AI-3 keine Schwierigkeiten haben, 200 Milliarden Dollar am IPO-Markt aufzubringen, der in den letzten 12 Monaten bis April neue Aktienemissionen im Wert von 232 Milliarden Dollar finanziert hat. Im Jahr 2021 wurden durch Aktien-IPOs mehr als 450 Milliarden Dollar aufgebracht."
Yardeni schreibt außerdem, dass das, was die AI-3 voraussichtlich einnehmen werden, nur ein Bruchteil der 75,6 Billionen Dollar des Wilshire 5000 und der 60 Billionen US-Dollar des S&P 500 ist, und fügt hinzu, dass die Unternehmen der Öffentlichkeit ein "begrenztes Angebot" an Aktien anbieten werden.
"Die Marktkapitalisierung des Wilshire 5000 beträgt 75,6 Billionen US-Dollar. Beim S&P 500 liegt sie bei fast 60 Billionen US-Dollar. Werden diese Werte um 4 bis 5 Billionen US-Dollar steigen, wenn die AI-3 an die Börse gehen? Nicht auf Basis des Streubesitzes, d. h. der Aktien, die der Öffentlichkeit zum Handel zur Verfügung stehen. Auch die beiden anderen AI-3-Unternehmen werden wahrscheinlich einen relativ geringen Streubesitz aufweisen."
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

