Warnung vor Crash
Citi: Alles so 1999 hier – Anleger sollen aber investiert bleiben
Während die weltweiten Aktienkurse auf neue Allzeithochs zusteuern, hat ein Indikator für das Marktrisiko den höchsten Stand seit dem Crash im Jahr 2000 erreicht – doch Anleger sollten sich noch nicht zurückziehen.
- Citigroup Checkliste zeigt 10 von 18 Warnsignalen
- Risikowert erreicht höchsten Stand seit Finanzkrise
- Bewertungen überzogen, Kapitalausgaben und IPOs steigen
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Das geht aus einer Einschätzung eines Teams von Citigroup-Strategen unter der Leitung von Beata Manthey hervor, die ihren Kunden am Freitag mitteilte, dass ihre "Bear Market Checklist" derzeit weltweit 10 von 18 Warnsignalen und für die US-Märkte 11,5 von 18 aufweist. Dies sei die höchste Anzahl an Warnsignalen für diesen Indikator seit der globalen Finanzkrise, so das Team.
Allerdings sind diese Werte immer noch weniger extrem als in vergangenen Bärenmärkten – 17,5 von 18 Warnsignalen im Jahr 2000. Sie bleiben optimistisch in Bezug auf Aktien, meinen jedoch an, dass die Risiken steigen.
"Allerdings erkennen wir an, dass der Wert, sobald er zweistellig wird, historisch gesehen tendenziell schneller ansteigt, was auf eine mögliche Beschleunigung des Risikos hindeutet.
Sollten sich weitere Warnsignale häufen, würde dies zunehmend darauf hindeuten, dass Kursrückgänge nicht unbedingt zum Kauf genutzt werden sollten", schreiben sie.
Die Checkliste der Citigroup berücksichtigt Faktoren wie Aktienbewertungen, Marktstimmung, Kreditspreads, Zinskurven, Kapitalflüsse, Unternehmensfundamentaldaten und Finanzierungsaktivitäten. Die Strategen betonen, dass der Indikator nicht dazu dient, den richtigen Zeitpunkt für den Markteinstieg zu bestimmen oder den Beginn oder das Ende von Korrekturen am Aktienmarkt vorherzusagen, sondern vielmehr als Orientierungshilfe bei Rückgängen und als Signal, wann Anleger besorgter sein sollten.
In Bezug auf die aktuellen Warnsignale sagten sie, dass die Bewertungen in mehreren Marktsegmenten überzogen erscheinen. Sie wiesen zudem auf eine gewisse Verschärfung anderer Warnsignale hin, wie etwa ein erhöhtes Wachstum der Investitionsausgaben, insbesondere aufgrund von KI-Hyperscalern, sowie eine Zunahme von Börsengängen und Aktienemissionen, die auf eine starke Risikobereitschaft hindeuten.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

